Eishockey: Uzwil verpasst Playoff trotz Sieg – Wil verliert Heimrecht

Der EHC Uzwil bezwingt die Argovia Stars auswärts mit 4:3. Weil Prättigau-Herrschaft  ebenso gewinnt, wird es nichts mit der Playoff-Qualifikation. Der EC Wil muss ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen: Die Wiler verlieren in Frauenfeld mit 4:6 – und damit auch den Heimvorteil für den Playoff-Viertelfinal.

Tim Frei
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Der Uzwiler Mischa Broder ist gegen die Argovia Stars nur schwer vom Puck zu trennen. (Bild: Ralph Ribi)

Der Uzwiler Mischa Broder ist gegen die Argovia Stars nur schwer vom Puck zu trennen. (Bild: Ralph Ribi)

Das ist ein ganz bitteres Qualifikationsende für den EHC Uzwil. Zwar mobilisiert die Mannschaft auswärts nochmals alle Kräfte und besiegt die Argovia Stars nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3. Weil sich aber Prättigau-Herrschaft zu Hause gegen Herisau keine Blösse gibt, ist der Uzwiler Sieg wertlos. Trotzdem: Die Spieler des EHC Uzwil können stolz auf diese Saison sein – dass sie bis zur letzten Runde um das Playoff spielten, hätte ihnen wohl niemand zugetraut.

Nach dem ersten Drittel sprach nicht viel für die Gäste. Die Argovia Stars waren mit zwei Powerplaytreffern in nicht einmal zwei Minuten 2:0 in Führung gegangen. Doch Uzwil glich die Partie zweimal aus. Aaron Lipp und und Lukas Klopfer machten bei Spielmitte aus dem 0:2 ein 2:2.  In der 54. Minute war es erneut Klopfer, dem der Ausgleich gelang. Vier Sekunden vor Schluss erzielte Robin Reinmann den 4:3-Siegestreffer.

Wil gibt 3:1 aus der Hand

Die Entscheidung im Derby zwischen Frauenfeld und Wil war im Schlussdrittel gefallen, das der Gastgeber mit 4:1 für sich entschied. In der 42. Minute glich das Heimteam die Partie zum zweiten Mal aus, 93 Sekunden später erzielte Frauenfeld gar das 4:3. Acht Minuten nach dem erstmaligen Führungstreffer erhöhten die Thurgauer im Powerplay auf 5:3. Wenig später gelang ihnen gar noch der sechste Treffer. Das 4:6 durch Matteo Schärer in der 59. Minute war nichts als Resultatkosmetik.

Nach dem ersten Drittel hatte es für den EC Wil noch gut ausgesehen. Den 1:1-Ausgleich des Heimteams konterten die Gäste mit einem Doppelschlag innert 63 Sekunden. Andreas Ambühl mit seinem zweiten Treffer – er hatte bereits das 1:0 nach vier Minuten erzielt – und Marius Herberger erhöhten bis zu 19. Minute auf 3:1. 

Nun gegen Bellinzona im Viertelfinal

Weil Bellinzona auswärts gegen Rheintal mit 5:2 gewann, verdrängten die Tessiner Wil in der letzten Qualifikationsrunde vom vierten Schlussrang. Damit erreichen die fünftplatzierten Wiler ihr Ziel nicht, das Heimrecht für den Playoff-Viertelfinal zu holen. In diesem kommt es ab Dienstag ausgerechnet zur Begegnung Bellinzona gegen Wil.

Die weiteren Viertelfinalpartien lauten: Wetzikon (1.) gegen Prättigau (8.), Arosa (2.) gegen Pikes Oberthurgau (7.) und Frauenfeld (3.) gegen Herisau (6.). Uzwil muss ab Mittwoch den Gang in die Abstiegsrunde antreten. Der Abstieg ist allerdings kein Thema - der Vorsprung der Uzwiler auf die Konkurrenz ist zu gross.