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Später Sieg in Reinach: Der EC Wil darf in den Playoffs wohl zuerst zu Hause antreten

In der 1. Liga spielen die Wiler in dieser Saison zum dritten Mal zu Null. Dank des 2:0-Auswärtserfolgs in Reinach dürfte ihnen das Playoff-Heimrecht nicht mehr zu nehmen sein.

Simon Dudle
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Es war ein hartes Stück Arbeit für Alec Jäppinen und den EC Wil, bis der zweite Sieg in dieser Saison gegen Reinach eingefahren war.

Es war ein hartes Stück Arbeit für Alec Jäppinen und den EC Wil, bis der zweite Sieg in dieser Saison gegen Reinach eingefahren war.

Bild: Ralph Ribi

Der EC Wil hat sich für die 2:3-Niederlage vor Wochenfrist gegen Rheintal rehabilitiert. Auswärts beim Tabellen-Achten Reinach kamen die Äbtestädter zu einem 2:0-Erfolg. Bis der siebte Sieg im elften Auswärtsspiel der Saison Tatsache war, brauchten die Wiler aber einen langen Schnauf. Denn die Partie stand bis fast zuletzt auf Messers Schneide. Die Zuschauer mussten sich über 55 Minuten gedulden, bis sie einen Treffer zu sehen bekamen. Andrea Giannone verwertete ein Zuspiel von Colin Frischknecht zur Gäste-Führung.

Es war das sogenannte Game-Winning-Goal. Lars Kellenberger machte eine halbe Minute vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor – Reinach hatte Goalie Andrin Kunz zu Gunsten eines sechsten Feldspielers ersetzt – alles klar. Zum dritten Mal in dieser Saison hielten die Wiler ihren Kasten sauber. Zum zweiten Mal hiess der Torhüter dabei Daniel Schenkel. Zum ersten Mal war der Gegner bei einem Wiler Shutout nicht Burgdorf.

Maximal ein Punkt fehlt noch

Damit haben die Wiler das Heimrecht in den Playoffs schon fast auf sicher. Im letzten Spiel der Qualifikationsphase am kommenden Samstag genügt ein Punkt, um in den Playoffs zu Hause loslegen zu können. Und der Gegner im Bergholz heisst Unterseen, das abgeschlagen am Tabellenende liegt und zuletzt zu Hause gegen Wetzikon eine 2:12-Klatsche bezogen hat.

Selbst wenn es eine überraschende Wiler Heimniederlage absetzen sollte, kann es mit Platz vier klappen. Dann nämlich, wenn das aktuell auf Rang fünf klassierte Prättigau in Bellinzona verliert. Bereits jetzt kann gesagt werden, dass die Wiler in den Playoffs entweder auf Prättigau, Bellinzona oder Rheintal treffen werden.

Bevor die letzte Qualifikationsrunde gespielt wird, steht für den EC Wil am Mittwoch das letzte Spiel der Cup-Qualifikation an. Es geht darum, sich mit einem Sieg für den Hauptbewerb der Saison 2023/24 zu qualifizieren, an dem sich neu auch die Teams der zweithöchsten Liga beteiligen sollen – nicht aber jene der höchsten Spielklasse. Die Hürde könnte höher nicht sein. Denn der EHC Chur macht am Mittwoch um 20.15 Uhr seine Aufwartung im Bergholz. Die Bündner grüssen in der My Hockey League, der dritthöchsten Liga, von der Tabellenspitze.

EHC Uzwil unterliegt St.Moritz erneut

In der 2. Liga hat der EHC Uzwil die zweite Heimniederlage binnen eineinhalb Wochen gegen St.Moritz erlitten. Nach dem 1:5 in der Cup-Qualifikation gab es nun in der Meisterschaft ein 3:7. Hatten die Uzwiler im Cup das erste Drittel verschlafen, so machte dieses Mal der Schlussabschnitt den Unterschied. In diesem stellten die Engandiner am Samstagabend von einem 3:3 auf ein 7:3. Trotz der Niederlage bleibt der EHC Uzwil auf Platz sieben. Die Playoffs und somit den Ligaerhalt sind gesichert.