EISHOCKEY: Frau bringt Spieler zum Schwitzen

Der EHC Uzwil befindet sich im Sommertraining. Gemäss Trainer Kevin Schüepp soll dieses dreimal wöchentlich stattfinden und hart, aber abwechslungsreich sein.

Urs Nobel
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Die Spieler absolvierten ihre Übungen motiviert, auch wenn es hart war. (Bild: Urs Nobel)

Die Spieler absolvierten ihre Übungen motiviert, auch wenn es hart war. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

16 Spieler stehen in einem Kreis. In ihrer Mitte die Fitness-Instruktorin Valerie Opperer. Sie zeigt vor, was sie von ihren Schützlingen zu sehen wünscht. Während dies der Chefin nichts auszumachen scheint, ächzen und schwitzen die Spieler, sind aber hoch motiviert. Sie werden zünftig gefordert, machen aber das volle Programm mit. Cardio & Core ist hart, alle müssen an ihre Leistungsgrenze gehen und diese ist bekanntlich in der frühen Vorbereitungszeit noch nicht so hoch. Doch das soll sich ändern. Die Hockeyaner müssen spätestens zu Saisonbeginn genug Kraft in den Beinen und eine gute Kondition haben. Das will jedenfalls der neue Trainer des EHC Uzwil. Er weiss, was er will. Die Basis für die Saison muss jetzt geschaffen werden. «Aber die Trainings sollen kurzweilig und abwechslungsreich sein.» Während seine Spieler die Übungen absolvieren, beobachtet sie der Trainer, der das gesamte Sommertraining leiten wird. Und er ist sich dabei nicht zu schade, auch einmal Wasser für allzu durstige Spieler zu holen.

Das aktuelle Kader besteht momentan aus 21 Spielern, 23 oder 24 sollen es bei Saisonbeginn sein. Kevin Schüepp denkt dabei noch an zwei Stürmer, die das Team verstärken sollen. «Patrick Ammann (Sportchef) und ich sind uns aber im Klaren darüber, dass der Spielermarkt ziemlich gesättigt ist. Wir auferlegen uns deshalb keine unnötige Eile und warten auf die wertvollen Zuzüge, die auch zu uns passen.»

Wertvolle Zuzüge sind bereits jene, die der EHC Uzwil bisher getätigt hat. Im Team stehen 15 Spieler mit Uzwiler Wurzeln. «Vor allem Patrick hat schon viele Stunden aufgewendet, damit dies möglich wurde. Bei allen Ehemaligen sind wir jedoch nicht erfolgreich gewesen. Für sie sei es noch zu früh für eine Rückkehr, sagen sie. Sie möchten weiterhin in der Nationalliga spielen und sich dort zuerst beweisen.»

Der Trainer ist überzeugt davon, dass der EHC Uzwil nächste Saison wieder Freude machen wird. «Die 1. Liga ist interessant, es warten viele Derbys auf uns. Und wichtig: Der Funke zwischen Spielern und Zuschauern soll wieder zünden.»

Die «Schinderei» in der Oberberg-Turnhalle in Henau ist zu Ende. Die Spieler dürfen sich zum Abschluss des Trainings mit Unihockey austoben. Dabei vergisst jeder wieder seine Müdigkeit aus den vorangegangenen Übungen. Valerie Opperer räumt in dieser Zeit ihre Musikanlage zusammen, nicht ohne dabei ein dickes Kompliment an die Spieler zu richten. «Sie sind fast alle gut beieinander. Jedenfalls besser als ein Fussballteam, bei dem ich letzthin eine Lektion gab. Ich werde wieder kommen und mich dann in jenem Training vermehrt der Detailpflege widmen, sprich: individueller auf die einzelnen Spieler eingehen.»