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EISHOCKEY: Entscheidung fiel im letzten Drittel

Der EC Wil steht in der 1. Liga im Playoff-Halbfinal. Nach dem dritten Sieg gegen den EHC Frauenfeld (6:4) am Donnerstag wartet nun mit dem EHC Wetzikon ein weiterer harter Brocken auf die positiv überraschenden Äbtestädter.
Urs Nobel
Der dreifache Torschütze Rubio Schir hilft auch erfolgreich in der Defensive aus. (Bild: Mario Gaccioli)

Der dreifache Torschütze Rubio Schir hilft auch erfolgreich in der Defensive aus. (Bild: Mario Gaccioli)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Dass der EHC Frauenfeld-Sportchef Hansueli Schlumpf den Car für die Halbfinals nach Bellinzona noch nicht gebucht hatte, zeugt vom grossen Respekt, den die Thurgauer den Wilern zollten. Dass auch Roger Keller, Trainer des EHC Wetzikon, in der Halle anwesend war und seinen möglichen Halbfinalgegner beobachten wollte, war schon fast zu viel der Ehre für den EC Wil.

Nach 40 Minuten sah es aber gar nicht danach aus, als ob der EC Wil die Vorsichtsmassnahmen von Schlumpf und Keller rechtfertigen würde. Das Team von Andy Ritsch lag zu jenem Zeitpunkt 2:4 im Rücktand, obwohl es seinem Gegner in vielen Bereichen ebenbürtig war. Frauenfeld nutzte jedoch bis zu jenem Zeitpunkt die Überzahlsituationen für vier Tore. Wie sagte der Wil-Trainer vor dem Spiel: «Wir müssen möglichst wenig Strafen kassieren. Im Powerplay sind die Thurgauer nämlich extrem stark.»

Was dann aber im Schlussdrittel abging, ist eine Geschichte, die fast nur im Eishockey geschrieben werden kann. Nach Wiederaufnahme der Partie zeigte der EC Wil seinem Gegner die Krallen und biss sich fast ausschliesslich im gegnerischen Drittel fest. Das Resultat davon: Der Anschlusstreffer in Überzahl durch Remo Heitzmann. Nur wenige Zeigerumdrehungen danach erzielte Philipp Meier sogar den Ausgleich und die Wiler Anhänger frohlockten: «Jetzt retten wir uns sogar noch in die Overtime.» Rubio Schir hatte etwas dagegen und wollte es gar nicht so weit kommen lassen: Er traf zur erstmaligen Wiler Führung und in der letzten Minute nochmals ins leere Tor. Schir erzielte somit drei Treffer. Ihn als Matchwinner zu bezeichnen, wäre jedoch verfehlt. Der Sieg war ein Produkt der ganzen Mannschaft und wahrscheinlich auch des Trainers, der seine Schützlinge auf das Schlussdrittel nochmals richtig einstellen konnte.

Statt dem Saisonende geht es heute bereits wieder weiter. Auf den EC Wil wartet der Qualifikationssieger EHC Wetzikon. Die Zürcher Oberländer haben ohne Probleme die Pikes EHC Oberthurgau aus dem Rennen geworfen und scheinen in der jetzigen Konstellation unschlagbar. Doch der EC Wil hat bereits einen Favoriten besiegt und ist jetzt so richtig hungrig auf weitere Erfolge. Man darf jedenfalls gespannt sein, ob es den Äbtestädtern gelingt, Wetzikon mehr als lediglich zu ärgern.

Frauenfeld – Wil 4:6 (2:1, 2:1, 0:4)

Kunsteisbahn – 614 Zuschauer – SR Hässig, Torti/Blatti.

Tore: 11. (10:16) Rohner (Geiser/Ausschluss Bulgheroni) 1:0. 11. (10:52) Schir (Bischofberger, Diem) 1:1. 12. (11:27) Cyrill Kuhn (Kurzbein) 2:1. 29. Pieroni (Geiser/Ausschluss Hohl) 3:1. 31. Maraffio (Torino, Bischofberger/Ausschluss Zumbühl) 3:2. 36. Grolimund (Rieser/Ausschluss Schir) 4:2. 51. Heitzmann (Schärer, Diem/Ausschluss Fehr) 4:3. 54. Meier (Heitzmann, Schärer) 4:4. 57. Schir (Diem, Bischofberger) 4:5. 60. (59:46) Schir (Bischofberger) 4:6 (ins leere Tor).

Strafen: je 7-mal 2 Minuten.

EHC Frauenfeld: Styger; Suter, Grolimund, Moser, Jörg, Thaler, Käser, Haldenstein, Bucher, Celio, Geiser, Fehr, Pieroni, Kuhn, Fitzi, Rohner, Kuhn, Rieser, Zumbühl, Kurzbein, Brauchli.

EC Wil: Liechti, Herzog, Wuffli, Blatter, Bulgheroni, Hohl, Herberger, Hungerbühler, Stevan, Heitzmann, Maraffio, Schärer, Bischofberger, Schir, Rüsi, Herzog, Meier, Diem, Zähner, Torino.

Hinweis

Das erste Playoff-Halbfinalspiel findet heute in Wetzikon um 17.30 Uhr statt.

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