EISHOCKEY: EHC Frauenfeld verliert mit 3:4

Der EHC Frauenfeld muss sich gegen den HC Sion-Nendaz 4 Vallées in der Verlängerung geschlagen geben. Damit ist in der Finalserie aber noch nichts verloren, morgen empfängt Frauenfeld den EHC Brandis.

Andy Anderhalden
Merken
Drucken
Teilen
Daniel Styger und Felix Käser vom EHC Frauenfeld. (Bild: Mario Gaccioli)

Daniel Styger und Felix Käser vom EHC Frauenfeld. (Bild: Mario Gaccioli)

Andy Anderhalden

sport@thurgauerzeitung.ch

Die Spieler des EHC Frauenfeld konnten es kaum erwarten, bis die Mission «1. Liga Schweizer Meister» begann. Auch die mit dem Car angereisten EHCF-Anhänger warteten mit Spannung auf dieses Spiel gestern Abend in Sion.

Der erste Schuss aufs Tor gehörte den Wallisern. Sie machten von Beginn weg Druck. In der 5. Spielminute musste erstmals ein Thurgauer auf die Strafbank. Dank einem guten Box-Play und einem Styger in Topform überstanden die Frauenfelder dieses Unterzahlspiel ohne Gegentor. Nach zehn Minuten musste erneut ein Thurgauer auf die Strafbank. Ausser einem Pfostenschuss gelang dem HC Sion aber nichts. Frauenfeld fand danach besser ins Spiel und kam auch zu Chancen. Drei Minuten vor der ersten Pause gelang Sion der Führungstreffer durch Cheseaux. Sekunden später hatte Schumann den Ausgleich auf dem Stock, aber irgendwie war der Torwart der Walliser noch dran und konnte parieren. Mit diesem knappen Rückstand und einem Schussverhältnis von 13 (Sion) zu 8 (Frauenfeld) mussten die Spieler von EHCF-Headcoach Emanuel Marbach in die erste Pause.

Erstes Überzahlspiel dauert nicht lange

Keine Minute war wieder gespielt, da konnte der EHC Frauenfeld zum ersten Mal in Überzahl agieren. Durch eine Strafe von Geiser dauerte dies aber nur 30 Sekunden. Kaum waren beide Mannschaften komplett, machten die Walliser wieder Druck auf das Tor von Styger. In der 28. Spielminute musste Käser für Beinstellen auf die Strafbank. Dieses Mal nützte dies der HC Sion kaltblütig aus und ging mit 2:0 in Führung. Wieder hiess der Torschütze Cheseaux. Die beste Chance gehörte danach – trotz erneutem Unterzahlspiel – dem EHC Frauenfeld, der durch Zeller einen Pfostenschuss beklagte. Trotz gutem Powerplay gelang es den Thurgauern nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Mit einem Big Save verhinderte Styger zwei Minuten vor der zweiten Sirene das dritte Tor für die Walliser. Die Uhr zeigte noch 53 Sekunden an, als zum sechsten Mal ein Frauenfelder auf die Strafbank musste. Dies kostete die Thurgauer viel Energie.

In der 42. Minute konnte Geiser nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den anschliessenden Penalty versenkte er souverän. Sekunden später gelang Zeller auf Zuspiel von Schoop gar der Ausgleich. Die Thurgauer machten weiter Druck und waren dem Führungstreffer nahe. Jetzt waren es die Walliser, welche Strafen nahmen. Noch drei Minuten waren zu spielen, da gelang dem HC Sion das dritte Tor. Und elf Sekunden vor Schluss schaffte es Frauenfeld durch Schumann, erneut auszugleichen. Es kam zur Verlängerung.

Die erste grosse Chance gehörte den Frauenfeldern, welche das Spiel durch Geiser hätten beenden können. In der 64. Minute gelang jedoch dann dem Heimteam das Golden Goal. Frauenfeld verlor so unglücklich mit 3:4.