Eishockey: EC Wil verliert auch das zweite Spiel - jetzt wird es eng

Vor eigenem Anhang kassiert Wil gegen Bellizona eine 4:5-Niederlage nach Verlängerung. Der Siegestreffer gelingt den Gästen in der 68. Minute. Die Wiler geraten damit in der Viertelfinalserie mit 0:2 in Rückstand und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. 

Tim Frei
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Andreas Ambühl gleicht die Partie in der 51. Minute mit einem wuchtigen Schuss aus. (Bild: Tim Frei)

Andreas Ambühl gleicht die Partie in der 51. Minute mit einem wuchtigen Schuss aus. (Bild: Tim Frei)

Wil stand unter Druck. Im Heimspiel vom Donnerstagabend musste ein Sieg her, andernfalls würde die Mannschaft von Trainer Andreas Ritsch in der Viertelfinalserie gegen Bellinzona 0:2 in Rückstand liegen. Das wäre nicht unaufholbar, doch gegen die spielstarken Tessiner eine grosse Herausforderung.  

Als in der Verlängerung eine Strafe gegen einen Wiler angezeigt war und Bellinzona ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern agieren konnte, schnürten die Gäste das Heimteam immer mehr ein.  Mit Erfolg: Juri Pietro drückte den Puck in der 68. Minute zum 5:4-Sieg der Tessiner über die Linie.

Frühe 2:0-Führung für Wil

Begonnen hatte die Partie für den EC Wil optimal. Dario Eigenmann und Remo Heitzmann brachten den Gastgeber nach wenigen Minuten mit einem Doppelschlag innert 89 Sekunden mit 2:0 in Führung. Insbesondere der Führungstreffer durch Eigenmann, der seinen zweiten Playofftreffer erzielte, war sehenswert - der Stürmer hatte eine schöne Kombination eiskalt abgeschlossen.

Weil das Heimteam weitere gute Chancen ausliess, blieben die Gäste im Spiel. Und schon war es passiert: Nach einer Unachtsamkeit des Gastgebers in der Mittelzone gelang Bellinzona mit einem Konter der Anschlusstreffer. Dieser gab den Tessinern Aufwind, den sie bis ins Mitteldrittel mitnahmen. Mit zwei Toren innert 50 Sekunden in der 32. Minute machten sie aus einem dem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung.

Zweimal Ausgleich erzielt

Ritsch nahm anschliessend sein Timeout, das seine Wirkung nicht verfehlte: Nur eine Minute später glich Elia Mettler die Partie aus. Gleiches gelang seinem Sturmpartner Andreas Ambühl in der 51. Minute in doppelter Überzahl. Mit seinem dritten Treffer der Partie hatte Thomas Schena die Gäste zwei Minuten zuvor mit 4:3 in Führung gebracht.

Mit dieser Niederlage stehen die Wiler nun mit dem Rücken zur Wand. Gewinnen sie morgen in Bellinzona nicht, ist ihre Saison bereits zu Ende.

Herisau und Arosa stehen vor Halbfinaleinzug

Der SC Herisau bestätigte seinen Auswärtssieg in Frauenfeld und gewann auch das zweite Spiel gegen die Thurgauer - dieses Mal mit 3:0. Damit können die Appenzeller morgen bereits in den Halbfinal einziehen. Ebenfalls seinen zweiten Sieg holte sich Arosa. Die Bündner bezwangen die Pikes Oberthurgau mit 5:4 nach Verlängerung. Qualifikationssieger Wetzikon revanchierte sich für die Heimniederlage gegen Prättigau-Herrschaft und glich die Serie zum 1:1 aus. 

Der EHC Uzwil setzte sich derweil im ersten Spiel der Abstiegsrunde erst nach Penaltyschiessen mit 5:4 gegen Reinach durch.