EISHOCKEY: Der Kampf geht weiter

Die Entscheidung in der Playoff-Halbfinalserie zwischen dem EHC Frauenfeld und dem EHC Bülach ist vertagt. Die Thurgauer verlieren das Heimspiel gegen die Zürcher Unterländer mit 2:3.

Andy Anderhalden
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Der Frauenfelder Eric Geiser (rot-schwarz) und der Bülacher Yannick Stiefel schenken sich nichts. (Bild: Mario Gaccioli)

Der Frauenfelder Eric Geiser (rot-schwarz) und der Bülacher Yannick Stiefel schenken sich nichts. (Bild: Mario Gaccioli)

Andy Anderhalden

sport@thurgauerzeitung.ch

Der EHC Frauenfeld hatte am Samstag die zweite Chance, sich in der Serie gegen Bülach für den Playoff-Final zu qualifizieren. Die Thurgauer kämpften bis zum Schluss, mussten sich jedoch mit 2:3 geschlagen geben. Damit kommt es morgen Dienstag zum Entscheidungsspiel in Bülach.

Keine Minute war gespielt, da hatte Bülach schon eine grosse Chance. Im Gegenzug hatte Geiser, nach einem Ausflug von Torhüter Zucchetti, ebenfalls eine gute Möglichkeit, sein Team in Führung zu bringen. Die Frauenfelder dominierten das Spielgeschehen, bis sie erstmals in Unterzahl spielen mussten. Gespielt waren 14 Minuten. Das Powerplay von Bülach war aber nicht wirklich gefährlich. Kurz vor der ersten Sirene waren es die Zürcher Unterländer, welche in Führung gingen. Weber löste einen Konter aus und spielte den Puck zu Kobert. Dieser liess ­Styger im Tor der Thurgauer keine Chance und erzielte das 1:0 für die Gäste.

Gute Einzelleistung nicht belohnt

In der 25. Minute stand Bülach mächtig unter Druck. Frauenfeld vergab aber gleich mehrere Chancen zum Ausgleich. Auch eine gute Einzelleistung von Fehr wurde nicht belohnt. Noch vor Spielhälfte konnten die Thur­gauer in Überzahl spielen. Der Ausgleich wollte aber nicht gelingen. Nur gerade ein Schuss auf das gegnerische Tor gelang dem Gastgeber. In der 36. Minute brauchte es einen Big Save von Styger, ansonsten hätte der EHC Bülach die Führung noch ausbauen können. Im Gegenzug spielte Fehr den Puck verheissungsvoll zu Geiser, dieser vergab zwei Meter vor dem Tor von Bül­ach. Frauenfeld hatte mehr Spielanteile und Chancen, aber es blieb bei der knappen Führung für die Gäste aus dem Zürcher Unterland.

Kaum startete das dritte Drittel, kamen die Thurgauer erneut zu einem Überzahlspiel. Jetzt schien das Powerplay besser zu laufen. Erst konnte Rieser einen Schuss abgeben, Sekunden später schoss Grolimund auf das Tor der Gäste. Dieser Schuss landete im Netz und die über 700 Zuschauer konnten den Ausgleich bejubeln. Die Thurgauer wollten mehr und stürmten weiter auf das Tor von Bülach. In der 48. Minute hatte Schoop das leere Tor vor sich, traf aber den Puck nicht richtig. Eine Zweiminutenstrafe gegen Lattner führte zur erneuten Führung für Bülach. Lattner reklamierte danach beim Schiedsrichter und kassierte gleich nochmals eine Strafe. Sekunden später kam gar eine weitere Strafe dazu, was zur doppelten Überzahl für die Zürcher führte. Dies nutzte Lemm zum 3:1 aus Sicht von Bülach. Frauenfeld gab aber noch nicht auf und kam immer wieder gefährlich vor das Zürcher Tor. Eine Möglichkeit kam in der 56. Minute, da musste für einmal ein Bülacher auf die Strafbank. Noch 26 Sekunden dauerte das Überzahlspiel der Thurgauer, als wieder Grolimund von der Blauen Linie her schoss und den Anschlusstreffer erzielte. Zu mehr reichte es dem EHC Frauenfeld nicht, obwohl Coach Emanuel Marbach in der letzten Minute den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Kaum war das Spiel abgepfiffen, kamen Emotionen hoch. Fehr kassierte nach der Schlusssirene noch eine Fünfminutenstrafe und wird so im entscheidenden fünften Spiel fehlen.