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EISHOCKEY: Da bleibt nur das Köpfeschütteln

Der EHC Uzwil unterliegt im Heimspiel den Pikes EHC Oberthurgau 1:4 (0:2, 0:1, 1:1) und befindet sich neu auf einem Playout-Rang.

Was ist nur mit dem EHC Uzwil los? Die Mannschaft ist im Vergleich zu anfangs Saison nicht mehr wieder zu erkennen. Mit einer schwachen Leistung unterliegt sie einem Gegner, der den Sieg mehr wollte und mehr dafür tat, aber keinesfalls unschlagbar gewesen wäre.

Auch wenn noch fünf Spiele in der Qualifikation zu spielen sind, mit der Leistung am Samstag können sich die Uzwiler jetzt schon auf die Playouts vorbereiten und dürfen sich keineswegs sicher sein, die dann über den Ligaerhalt entscheidenden Partien für sich zu entscheiden. Dazu braucht es mehr als die Akteure momentan auf dem Eis abliefern.

Der personelle Aderlass hat seine Spuren im Team hinterlassen. Die Mannschaft vermag selbst mit dem reaktivierten Sportchef Patrick Ammann (Senior) nur noch drei Linien aufs Eis zu bringen. Dabei machen jene Spieler, die im Einsatz stehen, auch nach den Abgängen (disziplinarische Gründe?!) auch jetzt noch nicht den Anschein, als ob sich unterdessen alle zusammengerauft hätten. Zu viele Akteure versuchen es jeweils mit Einzelaktionen und vergessen dabei die Mitspieler. Wird ein solcher doch in die Aktion mit einbezogen, so gerät der Pass meistens in den Rücken. Zudem mag kaum einer für den anderen einzuspringen, wenn diesem einmal ein Lapsus passiert. Und solche Szenen gab es am Samstag etliche.

Der letzte Eindruck eines Spiels bleibt trotzdem haften. Im Schlussdrittel vermochte der EHC Uzwil tatsächlich etwas an Spielanteilen zurückzugewinnen. Ohne allerdings zu mehr als einem Treffer zu kommen. Die Thurgauer wurden trotz einem pauschalen Nachlassen kaum mehr richtig gefordert, weil den Uzwilern die Effizienz im Abschluss klar abging. Ihr Gegner vermochte das Spiel relativ elegant über die Distanz zu bringen.

Angefangen hat die Partie jedoch gut für das Heimteam. Es suchte richtigerweise sein Heil in der Offensive und versuchte, dem Gegner Respekt abzufordern. Die Pikes reagierten aber postwendend auf ihre Weise. Sie nutzten schon früh zwei Kontermöglichkeiten zur 2:0-Führung und durften in der Folge miterleben, dass ihrem Gegner der Schwung nach den beiden Toren bereits abhandengekommen war.

Schade in der Partie, dass sich der Gästetorhüter Daniel Schenkel dazu hinreissen liess, bei einer 1:1-Situation gegen Nils Seiler, seinen Gegenspieler derart rüde zu foulen, dass dieser schwer verletzt in Spitalpflege gebracht werden musste. Mit einer Kopf und einer Knie-Verletzung. Der Neuzuzug dürfte für den Rest der Saison ausfallen und so die Personalprobleme seines Teams weiter vergrössern.

Nach neun Niederlagen in Serie stellt sich natürlich automatisch auch die Frage nach der weiteren Arbeitsberechtigung des Trainers. Zumal dessen punktemässig erfolgreicherer Vorgänger nach weniger Misserfolgen entlassen wurde. Der neue Präsident Romano Ruch hält jedoch nichts von einer radikalen Lösung.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

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