EISHOCKEY: Bader führt Österreich in die A-Klasse

Grosser Erfolg für Trainer Roger Bader: Der frühere Uzwiler gewinnt mit Österreich die WM der Division I A und steigt auf die gleiche Stufe wie die Schweiz auf.

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Österreichs Eishockeyspieler kehren nach zwei Jahren Zweitklassigkeit in die Top 16 der Welt zurück. Grossen Anteil daran hat der Schweizer Trainer Roger Bader, der bis 2013 noch beim EHC Uzwil tätig war. Österreich sicherte sich in Kiew den Gruppensieg und damit das Ticket für die A-WM 2018 in Dänemark im fünften und letzten Spiel der Division I A mit einem 11:0-Sieg gegen Polen.

Zur Mannschaft gehörten mit Luganos Stefan Ulmer, Klotens Patrick Obrist und Oltens Martin Ulmer drei Spieler aus der Schweizer Nationalliga.

Bader hatte die österreichische Auswahl im vergangenen Herbst nach enttäuschenden Ergebnissen seiner Vorgänger Dan Ratushny (verpasster Aufstieg 2016) und Alpo Suhonen (verpasste Olympiaqualifikation) zuerst interimistisch und im November dann fix übernommen.

Vertragsverlängerung wohl nur noch Formsache

Vor der WM in Kiew zweifelte Bader selber noch am Wiederaufstieg Österreichs. «Wir müssen über uns hinauswachsen», hatte er gesagt. Denn der Nationalcoach wusste, dass es ohne die drei österreichischen NHL-Profis schwer würde. Doch nun hat der ehemalige Uzwiler seine Mission erfolgreich ausgeführt. Der Vertrag des 52-jährigen Zürchers, der seit drei Jahren auch Ausbildungs- und Nachwuchschef des österreichischen Verbandes ist, läuft nach dieser Saison aus. Die Verlängerung scheint nur noch Formsache zu sein.

Mit Südkorea wird im kommenden Jahr ein Neuling an der A-WM vertreten sein. Die Asiaten mühten sich gegen den sieglosen Gastgeber und Absteiger Ukraine zu einem 2:1-Sieg nach Penaltyschiessen. Südkorea baut seit Jahren eine Mannschaft für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang auf. (sda/mat)