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EISHOCKEY: «100 graue Haare mehr»

Der EC Wil fährt nahtlos dort fort, wo er am Dienstag angefangen hat: Er bezwingt im 1.-Liga-Playoff-Viertelfinalspiel den EHC Frauenfeld auch im zweiten Spiel, diesmal nach Verlängerung, mit 3:2.
David Metzger

David Metzger

sport@wilerzeitung.ch

Im Wiler Bergholz war zu später Stunde nach einem aufwühlenden Playoffabend längst wieder die Ruhe eingekehrt, nur einer keuchte immer noch: Der Wiler Sportchef Daniel Zeber. Ihm war die in Freude übergeschnappte Anspannung nach dem Lucky Punch in der Verlängerung noch immer anzusehen: «Nach heute habe ich mindestens 100 graue Haare mehr. Da war alles dabei in diesem Spiel», schwärmte Zeber.

In der Tat beinhaltete die zweite Playoff-Affiche zwischen dem EC Wil und dem EHC Frauenfeld reichhaltige Kost für die 257 Zuschauer. Nicht nur, dass diese aufgrund der Verlängerung wieder einmal in den Genuss einer unüblichen dritten Drittelspause à fünfzehn Minuten kamen, auch sonst boten beide Teams viele packende Torszenen, Spannung, Einsatzwillen und Kampf. Wenn auch gerade Letzteres manchmal von den Akteuren etwas gar wortwörtlich genommen wurde. Bereits im Startdrittel kam es zu zwei Schlägereien, folglich entlud sich die ruppige Gangart zumeist auf der Strafbank in Form von Strafen. «Playoffs total eben», wie Wils Yannick Stiefel befand.

Stiefel steht im richtigen Moment goldrichtig

Stiefel gebührte die Ehre, den Wilern auch den zweiten Punkt in der Playoffserie sicherzustellen. Während der Verlängerung, in welcher beide Mannschaften ein Auf- und Ab verzeichneten, stand Stiefel nach drei Minuten und 57 Sekunden goldrichtig und versenkte die Scheibe nach einem Abpraller vom Frauenfelder Torhüter Daniel Styger im Tornetz zum Wiler Erfolg: «Ich hatte etwas Glück in dieser Situation, dennoch wollte ich das Tor unbedingt erzielen», verriet der Matchwinner nach Spielschluss und fügte an, dass solche Situationen genau die Momente seien, wofür man Eishockey spielt. In der Tat ist der 3:2-Heimsieg des EC Wil aber alles andere als gestohlen. Einzig im ersten Drittel, als Wil in den ersten zehn Minuten nur einen Torschuss ablieferte, hielten sich die Geschehnisse äusserst ausgeglichen. Ausgehend aus einer kompakten und gut organisierten Defensive wussten die Wiler mit einfachen Tempovorstössen immer wieder relativ einfach in Abschlussposition zu geraten. So hatte Wil dann über die ganze Partie gesehen auch die klareren Torchancen.

Heute wieder in Frauenfeld

Diese wird es auch heute um 17.30 Uhr wieder brauchen, wenn in Frauenfeld die dritte Begegnung angepfiffen wird. Können die Wiler die Serie bereits für sich entscheiden? Stürmer Yannick Stiefel warnt auf jeden Fall: «Der letzte Sieg ist immer der Schwierigste.» Dennoch scheint nach dem gestrigen Last-Minute-Erfolg der Wiler in der Serie gegen den vermeintlichen Favoriten aus Frauenfeld alles möglich.

EC Wil – EHC Frauenfeld 3:2 n.V. (1:0, 0:1, 1:1, 1:0)

Bergholz – 257 Zuschauer – St. Zweidler (Nyffenegger, Meyer).

Tore: 13. Schärer (Heitzmann) 1:0, 37. Cy. Kuhn (Cé. Kuhn, Pieroni) 1:1, 44. Bucher (Cé. Kuhn) 1:2, 46. Stevan 2:2, 64. Stiefel (Schir, Eigenmann) 3:2.

EC Wil: Liechti; Wuffli, Hungerbühler, Bulgheroni, Hohl, Herberger, Stevan; Eigenmann, Schärer, Maraffio, Diem, Rüsi, Schir, Stiefel, Bischofberger, Meier, Torino, Heitzmann, Herzog.

EHC Frauenfeld: Styger; Käser, Rieser, Grolimund, Kurzbein, Suter, Haldenstein, Moser, Jörg; Celio, Horvath, Pieroni, Fitzi, Lattner, Zumbühl, Bucher, Cé. Kuhn, Fehr, Rohner, Geiser, Cy. Kuhn.

Strafen: 10-mal 2 Min. gegen Wil. 9-mal 2 Min. gegen Frauenfeld.

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