Eisbahn auf dem Degersheimer Marktplatz

Der Weihnachtsmarkt wächst Jahr für Jahr. Gerade deshalb sind die Verantwortlichen bestrebt, lokal verankert zu bleiben. Mit Ideen wie dem diesjährigen Eisstockwerfen soll der Markt aufgewertet werden.

David Metzger
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Das Organisationskomitee: Michel Keller, Heini Eggenberger, Sven Gadmer und Martin Schenk. (v.l.n.r.) (Bild: David Metzger)

Das Organisationskomitee: Michel Keller, Heini Eggenberger, Sven Gadmer und Martin Schenk. (v.l.n.r.) (Bild: David Metzger)

«Leben – nicht nur wohnen», ist der Slogan, mit dem die Gemeinde Degersheim wirbt. Und wie es sich für ein Dorf mit offensichtlicher Lebensqualität gehört, darf hierzulande ein traditioneller Weihnachtsmarkt nicht fehlen. Ob Strassburg, Stuttgart oder Aachen, auch in Degersheim wird der Dorfkern am Freitag, 23. und Samstag, 24. November, weihnächtlich geschmückt.

Kleinproduzenten Plattform bieten

Was vor 14 Jahren als offener Verkaufssamstag der Degersheimer Fachgeschäfte ins Leben gerufen worden ist und seit mittlerweile vier Jahren vom vierköpfigen Organisationskomitee, bestehend aus Martin Schenk, Heini Eggenberger, Michel Keller und Sven Gadmer, weitergeführt wird, hat sich längst zu einem charismatischen und schmucken Weihnachtsmarkt entwickelt. Ein Anlass, der Jahr für Jahr grösser wird. Bereits einen Monat vor dem diesjährigen Event durften die Veranstalter verkünden, die Zahl an Marktbetreibern aus dem Vorjahr erreicht zu haben.

«Dennoch achten wir noch immer darauf, dass lokale Produkte angeboten werden: «Wir wollen keinen ‹Chinakohl› verkaufen», stellt Heini Eggenberger klar und fügt an, dass es nach wie vor das Ziel sei, den verschiedenen Kleinproduzenten aus der Region eine Plattform zu bieten, um die lokal produzierten Produkte zu verkaufen. Mit einem Rahmenprogramm, das darauf ausgerichtet ist, mit einem vielfältigen Mix aus Beständigkeit und Innovation aufzutrumpfen, soll der Anlass zu einem Treffpunkt für die lokale Bevölkerung werden. «Wer braucht schon einen Weihnachtsmarkt in Strassburg, wenn er all diese Dinge gemeinsam mit Freunden und Bekannten in geselliger Atmosphäre daheim in Degersheim erleben kann?», fragt Michel Keller.

Degersheim sucht den besten Eisstockwerfer

Nebst dem bestehenden Rahmenprogramm – dem «Räbeliechtli-Umzug» in Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte und dem Verkehrsverein Degersheim am Freitagabend, dem Festzelt mit Livemusik oder dem von Kinderhand geschmückten Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz – haben sich die Verantwortlichen für die diesjährige Ausgabe auch wieder Neuheiten einfallen lassen. «Diesmal ist der beste Degersheimer Eisstockwerfer gesucht», lässt Martin Schenk verheissungsvoll verlauten. In einem Wettbewerb kann sich jedermann versuchen. Es geht darum, möglichst viele Punkte zu ergattern, ehe dann am Samstagnachmittag unter den besten Werfern in einem Stechen der Degersheimer Eisstockmeister erkoren werden soll.

Eisfläche bleibt länger bestehen

Die Eisfläche auf dem Degersheimer Marktplatz wird auch noch eine Woche über das Weihnachtsmarkt-Wochenende hinaus nutzbar sein und bietet beispielsweise Unternehmen die Möglichkeit, diese für eine Veranstaltung zu belegen. Es wird die Möglichkeit geboten, sich anschliessend zu verköstigen.

Nebst dem Eisstockwerfen wird in diesem Jahr – und dies ist ebenfalls ein Novum – die Taastrasse bereits am Freitagnachmittag gesperrt. Dies ermöglicht es den Standbetreibern, ihre Waren bereits am Freitagabend über die Strasse zu verkaufen. Eine weitere kleinere Aufwertung, mit der der Weihnachtsmarkt 2018 aufwarten kann.