EINWEIHUNG: Endlich kann wieder gespielt werden

Gestern Morgen wurde der neue Spielplatz beim Mattschulhaus in Wil feierlich eröffnet. Neun Jahre lang mussten die Kinder darauf warten. Dementsprechend gross war die Freude.

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Die Kinder stürmen auf den neuen Spielplatz, nachdem Schulleiter Ruedi Blumer das rote Absperrband durchtrennt hat. (Bilder: Gianni Amstutz)

Die Kinder stürmen auf den neuen Spielplatz, nachdem Schulleiter Ruedi Blumer das rote Absperrband durchtrennt hat. (Bilder: Gianni Amstutz)

Aufgeregt plaudern die Kinder miteinander. Ihre Vorfreude ist beinahe greifbar. Die Plastikabsperrbänder, welche die Schülerinnen und Schüler des Mattschulhauses daran hindern, die zahlreichen Geräte auszuprobieren, geben fast nach unter der Last der zahlreichen Kinder, die sich dagegenlehnen. Noch müssen sie sich gedulden, bevor der neue Spielplatz offiziell eröffnet wird. Zuerst wird allen Beteiligten für ihren Einsatz gedankt. Dabei mussten die Schüler bereits lange auf einen Spielplatz warten, nämlich ganze neun Jahre. Im Zuge des Umbaus des Mattschulhauses vor rund zehn Jahren seien zahlreiche Geräte des damaligen Spielplatzes abgerissen worden, erzählt Schulleiter Ruedi Blumer. «Wir mussten dann all die Jahre für einen neuen Spielplatz kämpfen», sagt er.

Spielplatz nach den Vorstellungen der Kinder

Bei der Gestaltung des Spielplatzes habe man versucht, die Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler miteinzubeziehen. Dabei konnte man sich auf die Erfahrungen, die man vor zwei Jahren beim Bau des Piraten-Spielplatzes beim Bergholz gemacht habe, stützen. «Damals wurden eine Kindergartenklasse, eine Unterstufenklasse und eine Mittelstufenklasse befragt, was ihrer Meinung nach einen guten Spielplatz ausmacht», erzählt Blumer. Im Werken hätten die Schüler Modelle gebaut und Zeichnungen gefertigt, welche dann von Architekten in die Tat umgesetzt worden seien. Die Vorschläge von damals habe man nun für den Spielplatz beim Mattschulhaus ebenfalls miteinfliessen lassen. «Sehr wichtig war den Kindern, dass es nicht einfach ein Fläche wird, sondern dass sie klettern, irgendwo runterspringen und hinunterrutschen können.»

Der neue Spielplatz lässt keine dieser Wünsche offen. Klettergerüste, Plattformen, Reckstangen und eine grosse Schaukel sind auf dem Spielplatz zu finden. So ist verständlich, dass es bei den Kindern kein Halten mehr gibt, als Ruedi Blumer den Platz mit dem Durchschneiden des roten Bandes frei gibt. In einem wilden Durcheinander klettern die Kinder mit strahlenden Gesichtern auf die Gerüste, bis auf der gesamten Anlage fast kein Platz mehr frei ist. Die Schaukel erfreut sich gar so grosser Beliebtheit, dass sich ein Junge dazu veranlasst fühlt, sich beim Schulleiter über die Benutzungsregeln zu erkundigen. «Sie Herr Blumer? Darf die Schaukel nicht nur von sechs Kindern gleichzeitig benutzt werden? So steht es auf dem Schild», will der Junge wissen. «Da hast du recht», stimmt ihm Blumer zu. Doch an diesem Tag wird für einmal eine Ausnahme gemacht.

Glücklicherweise haben die Mitarbeiter von Felix Gartenbau gute Arbeit geleistet, so dass die Schaukel auch dem zusätzlichen Gewicht standhält. Der Bau des Spielplatzes ist jedoch noch nicht komplett abgeschlossen. «Wir haben uns entschlossen die Anlage in zwei Etappen zu errichten», sagt Ruedi Blumer. Das ermögliche es, die Kosten auf zwei Jahre zu verteilen, wodurch sie in die laufenden Rechnungen integriert werden könnten. Die Kosten für die erste Etappe belaufen sich auf rund 70000 Franken. Für die zweite Etappe, welche in einem Jahr in Angriff genommen werden soll, ist ein kleiner Hügel mit Rutschbahn und einer Holzhütte sowie eine Slackline-Vorrichtung vorgesehen.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

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