Einsatz gegen Eindringlinge

Seit dem Jahr 2006 werden auf dem Gebiet der Stadt Wil zwei Neophyten, der Japanische Knöterich und das Drüsige Springkraut, erfolgreich bekämpft. Es sind pflanzliche Eindringlinge ins hiesige Ökosystem.

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Neophyten sind Pflanzen, die in ein Gebiet gelangt sind, in dem sie natürlicherweise nicht vorkamen. Indem sie einheimische Arten verdrängen oder das Ökosystem verändern, können sie ökologische Schäden verursachen.

Veränderung des Ökosystems

Bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt können Menschen Pflanzen in Gebiete bringen, in dem sie von Natur aus nicht vorkommen. Solche Pflanzen werden als Neophyten bezeichnet.

Da sie in ihrem neuen Lebensraum nicht immer natürliche Konkurrenten oder Feinde haben, können sie indigenen, das heisst einheimischen Pflanzen, zum Beispiel durch schnelleres Wachstum überlegen sein und so schliesslich einheimische Arten verdrängen sowie das vorhandene Ökosystem verändern. Dies kann nebst ökologischen Problemen auch zu wirtschaftlicher Beeinträchtigung beispielsweise in der Landwirtschaft oder zu Instabilität der Ufer von Bächen und Flüssen führen.

Erfolgreiche Bekämpfung

Um die heimische Flora zu erhalten oder um negative Folgen und Schäden zu verringern, werden manche Neophyten bekämpft.

Die Stadt Wil setzt sich seit längerem professionell mit der Bekämpfung von Neophyten auseinander. Insbesondere der Japanische Knöterich und das Drüsige Springkraut werden seit 2006 durch die Mitarbeitenden der Stadtgärtnerei auf dem Wiler Stadtgebiet an der Thur, entlang des Alpbaches und an diversen anderen Orten jährlich bekämpft –

mit ausgewiesenem Erfolg: Waren zu Beginn für die Arbeiten noch jährliche Kosten von 8000 Franken zu verzeichnen, schlagen die notwendigen Massnahmen nun nur noch mit 3000 Franken zu Buche. Das Drüsige Springkraut konnte praktisch ausgemerzt werden, der Japanische Knöterich ist im öffentlichen Raum nur noch selten und in privaten Gärten nur noch vereinzelt anzutreffen.

Um dieser Art auch auf Privatgrundstücken Herr zu werden, wurden die Eigentümer kontaktiert und in persönlichen Gesprächen sensibilisiert. (sk.)