«Einmaliges Panorama verdeckt»

«Truten kontra Landschaftsschutz», Wiler Zeitung vom 16. August. Der Artikel zur Trutenmast am Hofberg in der Wiler Zeitung hat viele Diskussionen im Hofberg-Quartier ausgelöst.

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«Truten kontra Landschaftsschutz», Wiler Zeitung vom 16. August.

Der Artikel zur Trutenmast am Hofberg in der Wiler Zeitung hat viele Diskussionen im Hofberg-Quartier ausgelöst.

Neben der Kaiserlinde, ein historischer Ort, mit einer wundervollen Aussicht über die ganze Stadt Wil und in die Berge, soll ein Stall für eine Gross-Trutenmast mit 3200 Tieren erstellt werden. Niemandem wäre bisher der Gedanke aufgekommen, dass direkt neben diesem Platz jemals ein solcher Grossmastbetrieb erstellt werden könnte.

Damit wird das einmalige Panorama verdeckt, welches man bei Spaziergängen vom Hofbergwald her geniessen kann und auch die Sicht zur Kaiserlinde wird damit beendet.

Es zeugt von wenig Sensibilität, wenn für diesen Neubau ein Baugesuch eingereicht wird. Die Anwohner hoffen, dass das zuständige Landwirtschaftsamt und die Baubehörde der Stadt Wil das Baugesuch nicht nur auf den Plänen beurteilen, sondern auch Augenschein vor Ort vornehmen.

Der vorgesehene Platz ist für eine Tiermast auch wegen des Mehrverkehrs nicht geeignet. Der Bauernhof lässt beim bisherigen Standort wohl andere Baumöglichkeiten zu.

Arthur Marty

Bergtalstrasse 31

9500 Wil

Der Bau eines Trutenstalls auf dem Hofbergplateau mit wunderschöner Aussicht über die Stadt Wil und in die Berge widerspricht eindeutig dem Richtplan der Stadt Wil.

Der Richtplan hält explizit fest, dass die Landschafts- und Erholungsqualität der stadtnahen Naherholungsräume, unter anderem im Gebiet Hofberg, gesichert und bedürfnisgerecht ausgebaut werden.

Darüber hinaus sollen, in Zusammenarbeit mit den Landwirten, neue Erholungsangebote geprüft werden.

Der geplante Intensivmastbetrieb entspricht wohl kaum einem neuen Erholungsangebot für die Stadtbevölkerung! Wer das Naherholungsgebiet auf dem Hofberg kennt und schätzt, kann sich gut vorstellen, wie sehr das voluminöse Gebäude und die mit dem Betrieb verbundenen Emissionen die Landschaft beeinträchtigen würden.

Im vorliegenden Fall wäre es nötig, dass die Stadt Wil, Abteilung Stadtplanung, das Gespräch mit dem Landwirt sucht, um eine landschaftsverträgliche Lösung zu finden, die für ihn wie auch für die Bevölkerung befriedigend ist.

Almut Aeppli

Traubenstrasse 21

9500 Wil