Einmal mehr Bruno Fuchs

Das Hauptspringen R/N130 in Niederwil sah im Stechen den Henauer Bruno Fuchs als Sieger. Als erfolgreichster Reiter der «grossen Tour» wurde Raphael Jud ausgezeichnet, obschon Edy Tanner zwei Siege auf Stufe R/N130 feiern konnte.

Gabriela von Rotz
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Bruno Fuchs springt auf seinem Pferd Lucky XXXI. in Richtung Sieg. (Bild: Gabriela von Rotz)

Bruno Fuchs springt auf seinem Pferd Lucky XXXI. in Richtung Sieg. (Bild: Gabriela von Rotz)

SPRINGREITEN. Die Erfolgsserie von Bruno Fuchs am Turnier in Niederwil scheint nicht abzureissen. Schon als er vergangenes Jahr den Hattrick in der sonntäglichen Hauptprüfung R/N130 schaffte, durfte er anschliessend in der Bar seine grossen Noten auspacken. Aber diesen Sieg mit dem selben Pferd zum viertenmal ins Trockene zu bringen, und zwar mit mehr als anderthalb Sekunden Vorsprung im Stechen auf Tamara Schnyder mit ihren beiden Pferden, war eine Meisterleistung. Zumal es ihm in den 130er-Prüfungen nicht nach Wunsch lief und er immer wieder mal einen ärgerlichen Stangenfehler in Kauf nehmen musste. So ging der Preis für das beste Paar aus den vier R/N130-Prüfungen von Donnerstag sowie Sonntag an Raphael Jud aus Dotnacht, der mit Carlo M eine konstant gute Leistung zeigte.

Keine fehlerfreien Ritte

Der Kampf um eine Armani-Armbanduhr des Juweliers Zellweger aus St. Gallen ging ganz knapp aus. Mit den beiden Siegen vom Donnerstag auf seiner Schimmelstute La Traviata VIII lag Edy Tanner vorerst gut im Rennen. Am Sonntag gelangen dem Stilisten aus Spycher aber keine fehlerfreien Ritte mehr. Auch Markus Heim, der mit Lartina zweimal den Ehrenplatz belegte, musste seine gute Ausgangslage im Stechen wegen eines Fehlers begraben. Im R/N130A musste er Hans Meier den Sieg überlassen, der mit Calando X vier Sekunden schneller war. Auch die 13jährige Kiyomi Brauchli aus Wuppenau konnte mit ihren couragierten Ritten und einem fehlerfreien Umgang im Stechen mit den nationalen Grössen mithalten. Auf ihrem neuen Pferd, dem Belgier Boomer vt. Heike, schloss sie das Hauptereignis auf dem 6. Rang ab. Der dunkelbraune Belgier Wallach wird ihr seit Anfang Jahr von Stefan Neff zur Verfügung gestellt und sie beabsichtigt, ihn auch am CSIO St. Gallen in der Amateur-Tour vorzustellen.

Stall Ryterland Henau siegt

Bereits am Donnerstag durften die Zuschauer Springen der höheren Kategorien miterleben. Neben der erwähnten Dominanz von Tanner gingen die restlichen Siege in den Stall Ryterland Henau: Beide R/N110 wurden eine Beute von Mathias Schibli auf Popstar de Grandry und die beiden R/N120 dominierte sein Kompagnon Bruno Fuchs auf Ricciona respektive auf Marouge. An den fünf Tagen des 17. Turniers im Stall Amstutz gab es in 32 Prüfungen gegen 2000 Starts zu verzeichnen. Hausherr René Amstutz freute sich über den gelungenen Anlass und das neue Parcoursbauer-Team Baumli/Burri/Horn wurde gelobt für die tollen Parcours und den daraus resultierenden spannenden Sport. Die traditionelle Showeinlage am Sonntag zur Mittagszeit – diesmal vom Jodlerclub Aelpli Niederwil – sorgte für einen weiteren Höhepunkt.