Einladender soll es werden

Die Schule Sirnach möchte den Pausenplatz des Schulzentrums Grünau neu gestalten. Für 900 000 Franken möchte sie die Beleuchtung verbessern, den Velounterstand ersetzen, Spielanlagen bauen. Verschwinden soll auch der «Teersee».

Philipp Haag
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Vor dem Velounterstand: Marcel Kielholz, in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig, bespricht mit Schulpräsident Urs Schrepfer, wie die Fahrrad-Abstellplätze freundlicher und offener gestaltet werden könnten. (Bild: Philipp Haag)

Vor dem Velounterstand: Marcel Kielholz, in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig, bespricht mit Schulpräsident Urs Schrepfer, wie die Fahrrad-Abstellplätze freundlicher und offener gestaltet werden könnten. (Bild: Philipp Haag)

SIRNACH. Gerade einladend wirkt das Schulzentrum Grünau schon nicht mehr. Der 35 Jahre alte Velounterstand ist düster, die Dächer sind tief und baufällig. Auch der Pausenplatz hat so gar nichts Attraktives: eine weite graue Fläche, uneben, versehen mit Dellen. Schulpräsident Urs Schrepfer spricht denn auch von einem Teersee. Ausserdem füllen sich die weitläufigen Absenkungen bei Regen mit Wasser, so dass die Schülerinnen und Schüler richtiggehend durch das Nass waten müssen. Und am Abend ist es dunkel auf dem Schulareal, keine Lampe beleuchtet den Pausenplatz. Aus diesem Grund möchte die Schulbehörde den Innenhof des Schulzentrums neu gestalten. Freundlicher soll es für die 450 Schülerinnen und Schüler (200 in der Sek, 250 in der Primar) werden, einladender.

Offen und einsehbar

Der Velounterstand wird abgebrochen und durch einen ersetzt, der höher ist, offen und somit einsehbar. Die Mauern zum Gehweg verschwinden, und die 350 Abstellplätze erhalten ein transparentes Dach. Gegenüber wird in der Grünanlage ein kleines Wegnetz mit Sitzgelegenheiten erstellt. Ein Schulgarten wird hinter dem Sek-Schulhaus angelegt. Der Sek-Pausenplatz wird geebnet, damit er als Mehrzweckareal genutzt werden kann. Die Verbindung zum Pausenplatz der Primarschule wird durch zwei Baumreihen klar gekennzeichnet, es entsteht eine Mini-Allee. Der Aufenthaltsplatz der Primarschüler erfährt die markantesten Veränderungen. So wird auch dieser eben gemacht, unmittelbar nach dem Durchgang vom Sek-Platz ein Spielbrunnen erstellt, daneben ein mit Bäumen aufgewerteter Spielgarten für koordinative Spiele wie Sackhüpfen oder Balancieren. Und nebenan wird ein etwas tiefer gelegtes Spielfeld gebaut, im Sommer geeignet für Ballsportarten wie Unihockey, Basket- oder Fussball, im Winter bei kalten Temperaturen für Eislaufen und Eishockey. Hinter der Turnhalle wird der Skaterplatz mit Markierungen für einen Veloparcours versehen und auf dem angrenzenden Spielplatz ein Seilkletterturm errichtet.

Schrepfer wie auch Marcel Kielholz, der in der Schulbehörde für die Liegenschaften zuständig ist, ist eine weitere geplante Neuerung enorm wichtig: die Beleuchtung. Bis jetzt, abgesehen von einem Kandelaber neben dem Velounterstand, verfügt die Schulanlage über keine Lampe. Dies ändert sich. So arbeitet die Kommission «Pausenplatz» ein Beleuchtungskonzept aus. Wie dieses aussieht, ist noch nicht klar. Sicher ist aber jetzt schon, dass die beiden Pausenplätze ausgeleuchtet werden, am Abend gemäss Schrepfer so lange, wie sie genutzt werden. Es ist zwar alles andere als gefährlich auf dem Grünau-Areal, dennoch soll das Licht das Sicherheitsgefühl erhöhen. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, die abends die Anlage nutzen, sollen sich sicher und wohl fühlen, auch die Gäste des Hallenbads, das unter der Woche von 18 bis 21 Uhr offen ist, die Besucher der Bibliothek oder die Mitglieder der Vereine, die beispielsweise den Singsaal nutzen.

Treffpunkt für Bevölkerung

Denn eines wünscht sich Schrepfer: «Die Grünau-Anlage soll zu einem Treffpunkt für die Bevölkerung werden.» Dafür möchte die Behörde 900 000 Franken investieren. Über den notwendigen Kredit befinden die Stimmberechtigten an der Schulgemeindeversammlung vom 29. November. Die politische Gemeinde trägt 300 000 Franken bei und stimmt ebenfalls am 29. November ab (siehe Kasten).