EINIGKEIT: Jugendtreff: «Müssen ihnen die Freiheit lassen»

Die Stimmbürger der Sekundarschule Rickenbach-Wilen folgten an der Schulgemeindeversammlung am Donnerstagabend allen Behördenanträgen. Obwohl nicht traktandiert, war der neue Jugendraum auch ein Thema.

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Schulpräsident Armin Blöchlinger leitete eine Versammlung, bei der alle Kredite genehmigt wurden. (Bild: Marlies Scarpino)

Schulpräsident Armin Blöchlinger leitete eine Versammlung, bei der alle Kredite genehmigt wurden. (Bild: Marlies Scarpino)

Die 62 Stimmberechtigten bewilligten Kredite von rund 540000 Franken. Damit kann die Behörde während den nächsten zwei Schuljahren provisorisch eine Mittagsbetreuung einführen. Im Herbst 2018 wird der Bedarf erneut abgeklärt. Eine Motivationsspritze sind die Mittagstische der Primarschulen Rickenbach und Wilen, die immer besser laufen. Der Kredit beläuft sich auf 90000 Franken. In Kombination mit dem Jugendtreff, über den dieser Tage entschieden wird, würde die alte Abwartwohnung zum «Haus der Jugend».

Damit dieses Haus der Jugend realisiert wird, muss der Jugendtreff bewilligt werden. Diesen Entscheid trifft nicht die Schule, obwohl er auf ihrem Areal untergebracht wäre. Schulpräsident Armin Blöchlinger ist über die Debatte an der Rickenbacher Versammlung informiert. Diese führt er darauf zurück, dass es Jugendliche betreffe, die ihre Grenzen ausloten. «Diesen Freiraum müssen wir ihnen lassen, sonst nehmen sie ihn sich im öffentlichen Raum.» Das letzte Wort haben am kommenden Montag die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Wilen.

Einen zweiten Kredit beantragte die Behörde für Brandschutzmassnahmen. Die Stimmbürger hiessen die 220000 Franken gut. Weitere 230000 Franken wurden für eine Fotovoltaikanlage gesprochen.

Diese Kredite hatten Auswirkungen auf das Budget. Die Schulbehörde geht für 2017 von einem Verlust von rund 180000 Franken aus. Doch das Eigenkapital beläuft sich auf über 1,4 Millionen. Der beantragte gleichbleibende Steuerfuss lag bei 38 Prozent. Aus der Jahresrechnung resultierte ein Gewinn von rund 140000 Franken.

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch