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Eingebrochen und Böller Richtung Büro geworfen

Der Mann, der morgen vor dem Bezirksgericht Münchwilen vorgeladen ist, hat wohl einiges auf dem Kerbholz. Neben Diebstählen und Einbrüchen soll er Mitarbeitende von Sozialversicherungen bedroht und einen Knallkörper über den Schalter eines RAV geworfen haben. Es droht ihm eine bedingte Freiheitsstrafe.
Steven Giger
Der Mann soll mehrere Einbrüche und Delikte begangen haben. (Symbolbild: Mareycke Frehner)

Der Mann soll mehrere Einbrüche und Delikte begangen haben. (Symbolbild: Mareycke Frehner)

MÜNCHWILEN. Morgen verhandelt das Bezirksgericht Münchwilen im Fall eines Mannes, der im Sommer 2014 wegen mehrerer Delikte in Untersuchungshaft sass. Dem Mann werden unter anderem mehrfacher Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Drohungen vorgeworfen.

Der Beschuldigte soll im Juni 2014 einer Mitarbeiterin der Arbeitslosenkasse mit dem Tod gedroht haben, nachdem er mehrere Monate kein Geld mehr bekommen hatte. Auch soll er gleichentags Mitarbeiter des regionalen Arbeitsvermittlungsamts in Frauenfeld bedroht haben und anschliessend einen Knallkörper über den Empfangsschalter des RAV geworfen haben. Der «Böller» sei nur drei Meter von zwei Mitarbeiterinnen entfernt gelandet, jedoch glücklicherweise nicht explodiert.

Mehrfacher Einbruch

Im Juli 2014 soll der Mann ausserdem mit einem Komplizen mehrere Diebstähle in verschiedenen Thurgauer Gemeinden begangen haben. Insgesamt werden dem Beschuldigten sechs Einbruchdiebstähle in sechs verschiedene Objekte vorgeworfen, wovon es in dreien beim Versuch blieb. Jeweils nachts und zum Teil mit geklauten Fahrrädern hätten sich der Beschuldigte und sein Komplize nach geeigneten Objekten umgesehen. Nebst einer Landi-Filiale in Wallenwil sollen die beiden unter anderem auch in die Gemeindeverwaltung in Sirnach eingebrochen sein.

Weiter hat der Beschuldigte gemäss der Anklageschrift am 1. Mai 2015 im Rahmen einer Kundgebung Steine, Glasflaschen und Böller in Richtung von Beamten der Stadtpolizei Zürich geworfen. Zudem soll bei dem Mann Marihuana sichergestellt worden sein.

Laut der Anklageschrift sind sein sofort abgelegtes vollumfängliches Geständnis, seine Einsicht und Reue strafmindernd. Auch weise er keine Vorstrafen als Erwachsener auf. Zudem scheint er, nicht zuletzt unter dem Eindruck seiner Inhaftierung, zur Raison gekommen zu sein und habe sich seither nichts mehr zuschulden kommen lassen. Der angeklagte Mann soll zudem beruflich Fuss gefasst haben und ein Praktikum absolvieren.

Bedingte Haftstrafe gefordert

Die Staatsanwaltschaft beantragt, den mutmasslichen Täter mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie mit einer Busse von 1000 Franken zu bestrafen. Bei Nichtbezahlung soll anstelle der Busse eine Freiheitsstrafe von zehn Tagen verhängt werden.

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