Einfamilienhaus soll fünf Neubauwohnungen weichen

Auf der Parzelle 2279 an der Rosenhügelstrasse soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Gelingt es, die gegen das Projekt eingegangene Einsprache zu bereinigen, könnten die Bauarbeiten im März aufgenommen werden.

Andrea Häusler
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Die Planung sieht den Bau eines Mehrfamilienhauses mit zwei Voll- und einem Attikageschoss vor. (Visualisierung: PD)

Die Planung sieht den Bau eines Mehrfamilienhauses mit zwei Voll- und einem Attikageschoss vor. (Visualisierung: PD)

Auf dem 1376 Quadratmeter grossen Baugrundstück steht derzeit ein Einfamilienhaus: die Liegenschaft Rosenhügelstrasse 14. Diese gehört der Bauherrschaft, der Krista Immobilienverwaltungen GmbH Flawil von Krista Demaj, und soll abgerissen werden. Auf der Parzelle Nummer 2279 soll stattdessen ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen entstehen. Geplant ist der Bau von vier 4 1/2-Zimmer-Eigentumswohnungen auf zwei Etagen sowie einer 4 1/2-Zimmer-Stockwerkwohnung im Attikageschoss. Wobei eine der Wohnungen voraussichtlich vermietet werde, wie Krista Demaj sagt. Den Eigentümern, Mietern und Besuchern stehen zwei Aussen- und zwei Behindertenparkplätze zur Verfügung sowie eine Tiefgarage mit 15 Abstellplätzen.

Bauvisiere zeigen die Kubatur des geplanten Neubaus an. Die Liegenschaft Rosenhügelstrasse 14 wird zurückgebaut. (Bild: Andrea Häusler)

Bauvisiere zeigen die Kubatur des geplanten Neubaus an. Die Liegenschaft Rosenhügelstrasse 14 wird zurückgebaut. (Bild: Andrea Häusler)

Das Projekt hat bis zum 24. Dezember vergangenen Jahres öffentlich aufgelegen. Während der Auslagefrist ist eine Einsprache eingegangen. Kann diese auf einvernehmlichem Weg beseitigt werden, würde im März mit dem Abbruch der Altliegenschaft und dem Aushub für den Neubau begonnen, sagt Krista Demaj. Mit der Fertigstellung wäre dann Ende Dezember 2019 zu rechnen. Die Baukosten für das Fünffamilien-Haus sind mit 2,64 Millionen Franken veranschlagt.

Nicht im Geltungsbereich des Teilzonenplans

Das Baugrundstück liegt in jenem Gebiet, über das eine «Arealentwicklung» erarbeitet worden ist. Diese sieht im Umfeld der Rosenhügelstrasse unter anderem «drei punktförmige Mehrfamilienhäuser, zwei- bis dreigeschossig und teilweise mit Attikageschoss, ein längliches Mehrfamilienhaus sowie ein Ein- und Zweifamilienhaus» vor. Der nun geplante Neubau ist architektonisch inspiriert von dem in der Planungsvision erwähnten «länglichen Mehrfamilienhaus». Krista Demaj spricht denn auch von einem «ähnlichen Objekt», ergänzt jedoch, dass dieses gegenüber den Ideen der Arealentwicklung kleiner ausfalle.

Die Arealentwicklung bildete seinerzeit die Grundlage für die Erarbeitung des Teilzonenplans Rosenhügel, der im Jahr 2017 öffentlich aufgelegen hatte und gegen den Einsprachen eingegangen waren, die weiterhin hängig sind. Die Parzelle 2279 liegt jedoch nicht im Geltungsbereich des Teilzonenplans. Von diesem Instrument habe er sich im Zuge der Gespräche mit den Einsprechern verabschiedet, sagt Demaj. Flawils Bau- und Infrastrukturchef René Bruderer bestätigt dies. Auch er sagt: «Das betreffende Grundstück liegt ausserhalb des Planungsperimeters. Deshalb genügt für das vorliegende Projekt das ordentliche Baubewilligungsverfahren.» Was den Teilzonenplan Rosenhügel im allgemeinen betreffe, gelte der «Status quo»: «Die Einsprachen gegen die jeweiligen Teilzonenpläne führen zu unterschiedlich langen Bearbeitungszeiten.»