Einer offenen, demokratischen Diskussionskultur unwürdig

«Warten auf grünes Licht», Ausgabe vom 27. September

Michael Lindenmann,
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Transparent statt anonym! Der Eigentümer des «Häxähüsli», Markus Brühwiler, und die Gruppe «Initiative Häxehuus» haben sich gefunden. So soll das baufällige und teilweise einsturzgefährdete «Häxähüsli» bis zur geplanten Renovation im Februar 2018 als Kulturbetrieb zwischengenutzt werden. Vorausgesetzt, die Stadt gibt ebenfalls grünes Licht. Hierzu haben die Initianten der Stadt ein Nutzungskonzept vorgelegt. Dies mag schön und gut sein. Zumal die Initiativgruppe zumindest gegenüber Markus Brühwiler sowie der Stadt nicht mehr anonym ist.

Der übrigen Bevölkerung von Wil und Bronschhofen möchten sich die Initianten allerdings nach wie vor nicht offenbaren. Eine solche Haltung ist einer offenen und demokratischen Diskussionskultur unwürdig. Entweder man bekennt Farbe oder man lässt es bleiben! Überdies bezweifle ich stark, ob die von den Initianten gemachten Versprechungen überhaupt eingehalten werden können. So ist weder klar, um wen es sich bei den genannten Sicherheitsverantwortlichen handelt, noch was selbige hierfür qualifiziert. Ebenso wage ich zu bezweifeln, dass die Gruppe «Initiative Häxehuus» allfällige Sach- und/oder Personenschäden finanziell tragen könnte. Dass während Veranstaltungen öffentliche Toiletten in der Umgebung benutzt werden sollen, ist mehr als stossend. Zum einen ist die bestehende Infrastruktur nicht dafür ausgelegt, zum anderen würde das Hin und Her ­zwischen «Häxähüsli» und Toiletten zu massiv erhöhten Lärmimmissionen führen.

Dies liegt mit Bestimmtheit nicht im Interesse der Anwohner. Bevor die Stadt in Sachen Zwischennutzung «Häxähüsli» die Ampel auf Grün stellt, haben die Bürgerinnen und Bürger das Recht zu wissen, wer sich hinter der Initiativgruppe versteckt.

Michael Lindenmann,

Rickenbach bei Wil