«Einen Schlussstrich ziehen»

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Wil Mit seiner Interpellation «Mittagstisch-Catering an den Schulen der Stadt Wil» hat Luc Kauf, Stadtparlamentarier der Grünen Prowil, einen Stein ins Rollen gebracht. In diesem Vorstoss kritisierte er, die Vergabe des Caterings an die SV Schweiz AG widerspreche den Zielen der Stadt. So bemängelte er, dass mit dem Entscheid die regionale Wertschöpfung entfalle und ökologische Grundsätze verletzt würden. Nicht zuletzt deshalb, weil das Essen aus einer Grossküche im Kanton Basel Land angeliefert wird. Auch wäre es seiner Meinung nach sinnvoll gewesen, den Auftrag mit dem Projekt Arbeitsintegration zu verbinden. Mängel sah Luc Kauf aber vor allem im Entscheidungsprozess. Diesen bezeichnete er als sehr intransparent und überstürzt.

Die Medienmitteilung des Präsidiums zeige, dass seine Kritik am Vorgehen nicht ungerechtfertigt gewesen sei, sagt Luc Kauf, Vizepräsident des Stadtparlaments. Er gehe davon aus, dass der Stadtrat zum Zeitpunkt der Beantwortung seiner Interpellation durchaus von den Mehrkosten gewusst habe, jedoch versucht habe, sie zu verdecken. Diese ­Ungenauigkeit sei sehr enttäuschend. «Nichtsdestotrotz müssen wir akzeptieren, wie es ist, und einen Schlussstrich unter die Sache ziehen», sagt Kauf. Denn ändern könne man an der jetzigen Lage nichts. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag mit der SV Schweiz AG sei offenbar nicht möglich, so Kauf. «Wir können einfach hoffen, dass aus diesem völlig missglückten Vergabeentscheid die notwendigen Lehren gezogen worden sind und in Zukunft auch bei anderen Entscheidungsfindungen im Departement Bildung und Sport die Direktbetroffenen frühzeitig und besser ins Boot geholt werden.» (uam)