Eine unbedeutende Niederlage

EISHOCKEY. Der EHC Uzwil verlor das letzte Spiel der Quali-Masterrunde mit 4:5 (2:2, 0:3, 2:0). Trotzdem steht das Team von Roger Bader in den Playoffs, wo es auf Chiasso trifft.

Pascal Bättig
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Dennis Barts (blau/gelb) enteilt seinem Gegenspieler. (Bild: Dominik Moser)

Dennis Barts (blau/gelb) enteilt seinem Gegenspieler. (Bild: Dominik Moser)

Die Ausgangslage vor dem Spiel hätte unterschiedlicher nicht sein können: Auf der einen Seite die Uzwiler, die bereits vor dem Match als Playoff-Teilnehmer feststanden; auf der anderen Seite der HC Ceresio, der unbedingt ein Sieg benötigte, um sich den letzten Playoff-Platz zu sichern.

Uzwiler Kaltstart

Dementsprechend motiviert starteten die Tessiner in die Partie und kamen nach nur gerade 32 Sekunden zu ihrem ersten Treffer. Kurz darauf bot sich aber bereits die grosse Chance zur Korrektur. Marco Tanner konnte jedoch Simon Züger im Penalty-Duell nicht bezwingen. Die nächste Möglichkeit liessen sich die Uzen dann nicht mehr nehmen. Simon Scherrer erwischte den ehemaligen NLA-Keeper Züger nach einem herrlichen Rüfenacht-Pass zwischen den Hosenträgern. Im Startdrittel fielen noch zwei weitere Tore, je eines auf jeder Seite. Die Uzwiler Führung durch Phillipp Aerni (14.) glich Omar Tognini (15.) aber postwendend wieder aus.

Gehässiges Mitteldrittel

Ebendieser Tognini stand auch im zweiten Abschnitt wieder im Brennpunkt. Nach einem Check von Adrian Stoob knallte er unglücklich ins offene Bandentor. Minutenlang blieb der Tessiner liegen, bevor er mit der Bahre abtransportiert werden musste. Schiedsrichter Schurter schickte Stoob frühzeitig in die Garderobe. Der Uzwil-Topskorer wird seinem Team aller Voraussicht nach im ersten Playoff-Spiel fehlen. Da die Hawks in der Folge im immer hitziger geführten Duell weitere Strafen kassierten, spielten sie für knapp vier Minuten in doppelter Unterzahl. Mit nur einem Gegentor überstand die Equipe von Roger Bader diese heikle Phase allerdings noch vergleichsweise gut. Dennoch wurden sie kurz vor der Pause noch zwei Mal kalt erwischt und lagen nach 40 Minuten mit 2:5 im Hintertreffen.

Bader glaubt an Weiterkommen

«Diese zwei Gegentreffer haben uns den Sieg gekostet», meinte Bader nach dem Spiel. «Obwohl wir schon qualifiziert waren, wollten wir diese Partie unbedingt gewinnen, um mit Selbstvertrauen in die Playoffs zu starten.»

Im letzten Drittel kam das Heimteam durch Tore von Krüsi und Breitenmoser nochmals auf 4:5 heran, zu mehr reichte es aber nicht. Ceresio sicherte sich damit Platz 8. Vorausblickend auf die Serie gegen den Tabellenzweiten Chiasso meint der Uzwil-Coach: «Unser Ziel ist es weiterzukommen, wir wollen den Aussenseiter-Sieg. Dafür muss aber alles zusammenpassen.»

EHC Uzwil – Ceresio 4:5 (2:2, 0:3, 2:0) Uzehalle – 371 Zuschauer – Sr. Schurter (Langer, Baumann). Tore: 1. Schena (L. Grassi, Suter) 0:1, 7. Scherrer (Rüfenacht) 1:1, 14. Aerni (Lipp, Barts) 2:1, 15. Tognini (A. Grassi) 2:2, 31. Masa (Schena, Ronchetti, Ausschlüsse Stoob, Tanner) 2:3, 38. Celio (Ruspini) 2:4, 40. A. Grassi (Celio, Suter) 2:5, 49. Krüsi (Lipp, Ausschluss Rogger) 3:5, 54. Breitenmoser (Krüsi, Tanner) 4:5. Strafen: 9-mal 2 Min. und 1-mal 5 Min. plus Spieldauer (Stoob) gegen Uzwil; 5-mal 2 Min. gegen Ceresio. EHC Uzwil: Gallmann; Lipp, Frick; Rüfenacht, Bischof; Steiner, Klopfer; Sinnathurai, Sturzenegger; Krüsi, Barts, Aerni; Stoob, Ammann, Scherrer; Tanner, Homberger, Brasser; Locher, Frei, Breitenmoser. HC Ceresio: Züger; Mengoni, Rogger; Carugati, Suter; Vassalli, Ronchetti, Bersier; L. Grassi, Masa, Schena; Bianchi, Cerinotti, Rosselli; Marcati, Faretti, Ruspini; Celio, Tognini, A. Grassi; Vanetti.

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