Eine «traumhaft gute» Schule

Am Samstag tauschten sich in der Primarschule Rossrüti Lehrpersonen, Schüler, Politiker und Eltern über ihre Ideen und Visionen aus. Mit dem Ziel, gemeinsam die Schule von morgen zu gestalten – eine Schule, in der sich alle wohl fühlen.

Myriam Holenstein
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Open Space in der Turnhalle des Primarschulhauses Rossrüti: An Gesprächsthemen mangelte es am Samstag nicht. (Bild: Myriam Holenstein)

Open Space in der Turnhalle des Primarschulhauses Rossrüti: An Gesprächsthemen mangelte es am Samstag nicht. (Bild: Myriam Holenstein)

ROSSRÜTI. Franz Brühlmann begrüsste als Schulleiter der Primarschule Rossrüti die gespannten Zuhörer und Zuhörerinnen in der Turnhalle. Die knapp sechzig Besucher – bestehend aus Schülerinnen und Schülern ab der dritten Klasse, verschiedenen Eltern, Wiler Stadtparlamentariern, Schulräten, Mitgliedern der IG Rossrüti und Schulsozialarbeitern – hatten alle dasselbe Ziel. Sie wollten etwas bewegen.

Nach einer kurzen Einführung übergab Franz Brühlmann das Wort an Jürg Engler. Dieser trat im Auftrag der Zepra Prävention und Gesundheitsförderung als Moderator auf. Er erklärte den Gästen, was Open Space bedeutet, und führte durch den Vormittag.

Mehr Toleranz und Skilager

Als erstes wurden verschiedene Ideen gesammelt; Vorschläge dafür, was man alles ändern könnte. Alle Anwesenden hatten die gleichen Rechte, wie es bei der Open-Space-Methode üblich ist. So schlugen die drei Mädchen Sina Wöcke, Nicole Eigenmann und Martina Wellauer vor, dass sie gerne eine halbe Stunde pro Tag Zeit hätten, um in der Schule Fragen zu stellen oder Aufgaben zu lösen. Die Knaben hingegen wünschten sich mehr Freizeit und ein zusätzliches Skilager.

Die Erwachsenen erhofften sich unter anderem einen respektvolleren Umgang und mehr Toleranz untereinander und gegenüber den Lehrpersonen. Andere Teilnehmer beschäftigte eher das Thema vom sicheren Schulweg. So kam eine ganze Liste verschiedener Anliegen zusammen. In einem zweiten Schritt konnte man sich derjenigen Gruppe anschliessen, die genau dieses Thema besprach, wofür man sich am meisten interessierte. Es entstanden verschiedenste Zusammensetzungen in den Gruppen. Die Kinder und Erwachsenen hatten die Möglichkeit, ihre Sichtweise zu schildern. Zusätzlich wurden Wege gesucht, welche zu konstruktiven Lösungen für die Probleme führen könnten.

Bevor Probleme entstehen

Unter dem Motto «Zäme zum Ziel» soll eine Schule entstehen, in der sich alle wohl fühlen. Das Projekt gilt nicht zuletzt auch der Gewaltprävention. Vorsorge sei wichtig, erläuterte Jürg Engler. Es sei der Idealfall, wenn eine gute Lösung gefunden werde, bevor überhaupt Probleme entstünden.

Bis kurz nach Mittag wurde konstruktiv zusammengearbeitet. Die Beteiligten waren von den vielen Möglichkeiten beeindruckt. Auch Franz Brühlmann ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis: «Für die Weiterarbeit an den verschiedenen Projekten haben sich auch zahlreiche Kinder eingetragen, was sicher auch beweist, dass sie ihre Anliegen einbringen konnten», sagte der Schulleiter.