Eine Schlappe, die Fragen aufwirft: Der FC Bazenheid unterliegt dem FC Kreuzlingen gleich mit 1:7

Der FC Bazenheid verliert das Heimspiel in der 2. Liga interregional gegen Kreuzlingen deutlich mit 1:7. Die Niederlage war auch in der Höhe verdient, hatten sich die Toggenburger doch nicht wirklich dagegen gestemmt.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Bazenheids Marc Ott (in Rot-Schwarz) behauptet sich im Zweikampf gegen Kreuzlingens Midhad Arifagic.

Bazenheids Marc Ott (in Rot-Schwarz) behauptet sich im Zweikampf gegen Kreuzlingens Midhad Arifagic.

Bilder: Urs Nobel

Dass es mit dem Schlusspfiff zu regnen begann, war symptomatisch. Schliesslich waren die Spieler des FC Bazenheid in der Heimpartie gegen Kreuzlingen kalt geduscht worden. Eine ungenügende Leistung gegen einen sehr starken Kontrahenten führte zur deutlichen 1:7-Niederlage. Der FC Kreuzlingen hat seinen Sieg in dieser Höhe absolut verdient.

«Gegen diesen Gegner in dieser Liga darf man verlieren», so die Aussage eines Zuschauers. Und er hat recht. Doch Bazenheid hätte sich ruhig etwas mehr gegen die sich früh abzeichnende Niederlage stemmen dürfen. Immerhin schafften es die Spieler von Trainer Raffael Spescha noch in der ersten Halbzeit, auf ein Tor heranzukommen und Moral zu tanken. Doch der Prachttreffer war im Endeffekt nur ein zwischenzeitliches leises Lüftchen im Verlaufe der gesamten Partie.

Jederzeit und überall die besseren Akteure

Kreuzlingen war dank einem fulminanten Start und einem Lapsus von Bazenheids Torhüter Ronny Hirschi schon früh verdient in Führung gegangen. Die Thurgauer standen hoch und setzten erfolgreich zum Pressing an. Das Heimteam kam damit überhaupt nicht zurecht, zudem erhielt es von einem unverständlich abwartenden Mittelfeld keinerlei Unterstützung.

Die Akteure der Gäste zeigten sich auch deutlich zweikampfstärker und hatten die schnelleren Spieler im Team. Die Defensive der Kreuzlinger stand sehr solid und kam selten in Bedrängnis.

Zum Schluss jegliche Disziplin verloren

Wagte sich einmal ein Bazenheid-Spieler in Strafraumnähe, zögerten die Gäste nicht lange und spielten den Ball entweder ins Aus oder direkt in den Lauf der schnellen Aussenläufer.So entstand auch das dritte und vierte Tor für den FC Kreuzlingen, der in Bazenheid seinen zweiten Meisterschaftssieg holte. Im Lager der einheimischen Zuschauer zeigte man sich zu diesem Zeitpunkt ziemlich frustriert über den deutlichen Rückstand.

Bazenheids Torhüter Ronny Hirschi konnte sein Können nur ansatzweise unter Beweis stellen.

Bazenheids Torhüter Ronny Hirschi konnte sein Können nur ansatzweise unter Beweis stellen.

Es sollte noch schlimmer kommen. Die Gäste gewährten dem Heimteam in der Schlussphase etwas mehr Raum, ohne aber in Bedrängnis zu geraten. Im Gegenteil: Sie hatten plötzlich wieder mehr Räume und konnten sich auf Konter beschränken. Gegen die aufgerückte Bazenheider-Verteidigung war es zum Schluss ein Leichtes, sie drei weitere Male zu bezwingen und den Toggenburgern so eine bittere Niederlage beizufügen.

FC Bazenheid – FC Kreuzlingen 1:7 (1:2)

Sportplatz Ifang – 210 Zuschauer – Sr. Ferri. 
Tore: 3. Karaki 0:1. 14. Bode 0:2. 27. Ilazi 1:2. 55. Bode 1:3. 59. Karaki 1:4. 81. Karaki (Penalty) 1:5. 85. Milic 1:6. 94. Milic 1:7.
Bazenheid: Hirschi; E. Musaj, Kacoli, Ilazi, Prenrecaj (60. L. Musaj), Lopes-Gomes, Ott, Lucarelli (82. Cabernard), Bollhalder, Scardanzan, Cakir.

Weitere Infos zum Spiel und die Tabelle der 2. Liga interregional (Gruppe 6) finden Sie hier.