Eine PUK könnte Klarheit schaffen

«Unterstellungen weisen wir klar zurück» Ausgabe vom 23. Dezember

Jürg Hotz, Wil
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Es ist etwas faul in der Stadt Wil: «Unterstellungen weisen wir ganz klar zurück.» So die Aussage der Stadtpräsidentin Hartmann zum Skandal rund um Wil Tourismus. «Wir» (Pluralis Majestatis), die Stadtpräsidentin, finden, «wir» haben alles richtiggemacht. Wirklich? Für mich als einfachen Steuerzahler stellt sich die Frage, wo die Einsparung liegt. Denn bei Wil Tourismus waren es 170 Stellenprozente und bei der Stadt Wil sind es nun 140 Stellenprozente. Inklusive 40 Prozent für einen Kommunikationsverantwortlichen. Wobei die Frage erlaubt sei, ob «wir» wirklich einen Pressesprecher benötigen. Unklar ist auch, in wieweit die Abgabe des Stadtsaalmarketings an die Migros zu Einsparungen, respektive einer besseren Auslastung, geführt hat. Und Ruedi Schär mit dem «grössten Rucksack» bezüglich «Kenntnisse der Stadt Wil und touristisches Herzblut» war der beste Kandidat? Der gleiche Ruedi Schär, der sich für den geplanten Ausbau des Stadions Bergholz stark macht mit der Begründung «dass dies für Wil eine Chance sei», zugleich aber die Verschandelung des Südquartiers durch einen solchen Ausbau akzeptiert? Oder der gleiche Ruedi Schär, der die Olympischen Winterspiele 2026 in die Region Wil bringen will? Für mich lässt diese Umstrukturierung zu viele Fragen offen. Frei nach Shakespeares Hamlet: «Es ist etwas faul in der Stadt Wil.» Eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) könnte wohl bezüglich der aufgeworfenen Fragen Klarheit schaffen.

Jürg Hotz, Wil