Eine Legende tritt ab

Der FC Bazenheid siegte gegen den FC Abtwil-Engelburg 1:0 und feierte danach zusammen mit dem ganzen Verein und seinen Anhängern den Aufstieg im Festzelt.

Beat Lanzendorfer
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Adrian Bernet hängt seine Fussballschuhe an den Nagel. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Adrian Bernet hängt seine Fussballschuhe an den Nagel. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Es benötigte wie so oft in dieser Spielzeit Geduld, bis der Abwehrriegel des Gegners geknackt war. Die Gäste wehrten sich mit erlaubten und unerlaubten Mitteln gegen die Niederlage, was beidseits acht gelbe und eine rote Karte (Klarer) zur Folge hatte. Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Bemühungen der Einheimischen belohnt. Ledergerber traf nach einem Eckball mit dem Kopf zum 1:0. Weil Bernet hinten wie üblich ein sicherer Wert war, und kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich verhinderte, blieb es beim knappen aber verdienten Sieg.

Adrian Bernet hört definitiv auf

Die Stimmung erreichte bei der anschliessenden Aufstiegsfeier zum ersten Mal den Siedepunkt, als Präsident Markus Böni den Namen des «Spieler des Jahres» verkündete: Adrian Bernet. Der langjährige Torhüter ist der Erste, dem diese Ehre zweimal zukommt. Zur Freude kam die Wehmut: Der 38-Jährige verkündete im Verlauf des Abends seinen definitven Abschied auf Ende Saison. Gemunkelt wurde darüber schon längere Zeit, aber alle hofften, dass er es sich nochmals überlegen und eine weitere Saison anhängen würde. Es gibt kaum jemand in der Liga, der Bernet das Wasser reichen könnte. Lediglich zehn erhaltene Treffer in den bisherigen 21 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Nach Abstechern zu Wil und Tuggen kehrte Adrian Bernet 2014 auf den Ifang zurück. 14 Jahre stand er zwischen den Pfosten der Alttoggenburger. Er wird eine grosse Lücke hinterlassen.

Maksuti und Dilsiz hören ebenfalls auf

Nicht mehr dabei in der kommenden Spielzeit sind auch Binjamen Dilsiz, der aus beruflichen Gründen kürzertritt sowie die langjährige Tormaschine Jetmir Maksuti. Bei ihm ist es die Gesundheit, welche die Fortsetzung der Karriere nicht zulässt. Sonderapplaus gab es auch für Masseurin Irene Geiger, die sich gut 15 Jahre um das Wohl der Spieler kümmerte und zuletzt in der Not und jeweils im Trainingslager die Muskeln der Spieler knetete. Nun soll definitiv Schluss sein.

Beendet ist in einer Woche auch die Meisterschaft in der 2. Liga. Der FC Bazenheid möchte dabei auch im 22. Spiel unbesiegt und ohne Punktverlust bleiben. Die Toggenburger bestreiten dieses Spiel am Samstag um 17 Uhr auswärts gegen Arbon.