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Eine Hymne und entstaubte Herzen

94 Chöre mit 2500 Sängerinnen und Sängern präsentierten am St. Galler Kantonalgesangsfest vom Wochenende in Oberbüren ihr gesangliches Können den Experten. Gleichzeitig wurde gemeinsam mit der Bevölkerung das 150jährige Bestehen des Kantonalverbands gefeiert.
Andrea Häusler
Der Einzug der Fahnen der Gesangsvereine, gemeinsam mit dem Spiel der Musikgesellschaft Oberbüren, brachte jene Feststimmung ins Zelt, die der Jubiläumsfeier des Kantonalgesangsverbands den würdigen Rahmen gab. (Bild: Andrea Häusler)

Der Einzug der Fahnen der Gesangsvereine, gemeinsam mit dem Spiel der Musikgesellschaft Oberbüren, brachte jene Feststimmung ins Zelt, die der Jubiläumsfeier des Kantonalgesangsverbands den würdigen Rahmen gab. (Bild: Andrea Häusler)

OBERBÜREN. Gesang, Geselligkeit, generationenübergreifende Gemeinschaft und vor allem Freude strahlte am Samstag vom Festplatz «Thurzelg» und den verschiedenen Proben- sowie Vortragslokalen aus, übertrugen sich auf die Bevölkerung und das ganze Dorf. Obwohl der jubilierende St. Galler Kantonalverband mit 150 Jahren zwar eine grosse Vergangenheit, jedoch eine ungewisse Zukunft habe, wie dessen Präsidentin Esther Kuster während des Festaktes sagte.

Keine neue Nationalhymne

Eine Zukunft, an die sie gleichwohl glaubt. Dies aufgrund von vier Kriterien: «Optimismus und Freude, Identifikation mit Gemeinschaft und Heimat, Qualität, die einen selber und das Publikum berührt, sowie Leidenschaft.» Die Geschichte des Gesangs, die alten Lieder, die den Wandel der Zeit überdauert hatten, thematisierte auch Regierungspräsident Benedikt Würth. Die Nationalhymne etwa werde heute noch wie einst gesungen: «Und dies hoffentlich nochmals 150 Jahre lang – wir brauchen nämlich keine neue.» Tradition gehe Hand in Hand mit dem Fortschritt. Würth ist überzeugt, dass Singen attraktiv bleiben wird, die Formen sich jedoch der Zeit anpassen werden.

Verbindende Abstimmung

Er muss es wissen, outete er sich doch selbst als Chorsänger. Wenn auch nicht als regelmässiger. «Ich bin Mitglied der Geissensänger von Rapperswil, die einmal im Jahr, zur Fasnacht, ihr Repertoire zum Besten geben.»

Singen kann auch Gemeindepräsident Alexander Bommeli – zumindest im gemischten Chor der aktiv Singenden sowie dem Publikum im Festzelt. «Guter Gesang», sagte er, «wischt den Staub von den Herzen; die Abstimmung auf die Mitsingenden links und rechts wirkt verbindend.» Bommeli zog Parallelen zu einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Und er dankte, wie dies auch der Präsident der Schweizerischen Chorvereinigung, Claude-André Mani tat. Um dann zu feiern: drinnen und auch draussen – solange die Sonne – nebst den Gemütern – auch den Himmel erleuchtete.

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