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«Eine Hand bleibt immer am Rücken»

Langeweile gibt es für Kinder aus Schwarzenbach, die in den Sommerferien zu Hause bleiben, dank dem Ferienspass nicht: In einem der Workshops lernen sie verschiedene Massagetechniken kennen und anwenden.
Annina Quast
Bevor es an den Rücken des Gspänli geht, werden alle Techniken zuerst am eigenen Bein geübt. (Bild: Annina Quast)

Bevor es an den Rücken des Gspänli geht, werden alle Techniken zuerst am eigenen Bein geübt. (Bild: Annina Quast)

«Du dörfsch jetzt langsam wieder ufsto», flüstert Lynn Julie leise ins Ohr. Julie öffnet die Augen und lächelt dann breit. «Die Massage war toll», sagt sie. «Lynn hat sehr gut massiert.» Nachdem alle Hände wieder vom Massageöl befreit sind, gibt es für jedes Kind ein Glas Sirup als Stärkung. Dann geht es in die zweite Runde, und die Zweiergruppen wechseln die Rollen: Lynn legt sich auf ihr mitgebrachtes Handtuch und Julie beginnt mit dem sanften Streichen.

Um die Kinder in die Massagetechniken einzuführen, erklärt Florina Neff, die Leiterin des Kurses, zuerst alle Methoden genaustens. Von der Klopfmassage bis hin zu den verschiedenen Drucktechniken ist alles dabei. Dazu erhält jedes Kind ein laminiertes Informationsblatt sowie eine Flasche Massageöl.

Sobald die Hände der Kinder den Rücken ihrer Gspänli massieren und die leise Musik ertönt, kehrt Ruhe in die quirlige Gruppe ein. Dario schliesst die Augen, während sich auf Lyias’ Gesicht ein neugieriger Ausdruck wegen der ungewohnten Rückenberührungen legt. Konzentriert wenden die Kinder das gerade Gelernte an.

Florina Neff zeigt den Kindern, wo sich die Wirbelsäule befindet, und macht die Massierenden auch auf wichtige Kleinigkeiten aufmerksam: «Eine Hand sollte immer am Rücken bleiben. Sonst könnt ihr euer Gspänli leicht erschrecken.» Oder: «Fragt auch immer mal wieder, ob die Massage für den Anderen angenehm ist. Schaut, dass ihr nicht zu lange Fingernägel habt und nicht zu kalte Hände.» Die Ratschläge werden gleich in die Tat umgesetzt, aber wie soll man das Massageölfläschchen öffnen, ohne beide Hände vom Rücken des Gspänli zu nehmen? Ein Glück, dass Noah seine Zähne einzusetzen weiss!

Nur bei der Klopfmassage scheinen die Kinder kurz aus ihrer Entspannung herauszukommen und lachen über die Geräusche, die die flachen Hände auf dem Rücken auslösen.

Kunterbuntes Ferienprogramm

Florina Neff leitete den Massagekurs in Schwarzenbach im Rahmen des Ferienspasses der Gemeinde Jonschwil-Schwarzenbach. Ein achtköpfiges Team stellte ein Programm mit verschiedensten Kursen über alle fünf Sommerferienwochen zusammen. Den Organisatoren ist wichtig, dass auch für die Kinder, die in den Sommerferien längere Zeit zu Hause sind, ein tolles Ferienangebot möglich ist.

Auf dem Programm stehen ein Selbstverteidigungskurs, Sportangebote, Ausflüge in die Umgebung, ein Besuch bei der Polizei oder eine Flugplatzbesichtigung im Sitterdorf. Natürlich hat auch jeder Kurs seinen Preis. «Ich habe die Firma Lima für Massageölmuster angefragt. Dadurch konnte der Kurs mit nur fünf Franken pro Kind durchgeführt werden. Ein anderer Kurs, der teurer wird, kann so quersubventioniert werden», erklärt Florina Neff.

Die zweifache Mutter arbeitet in den Werkstätten Buecherwäldli und leitet die Fit & Fun-Gruppe in Schwarzenbach. Nebst dem Massagekurs wird Florina Neff noch die Kochkurse im Slow Mobil, den Laserfun- und Bowilingausflug in der AFG-Arena sowie den Kinobesuch leiten. «Die Kurse vorzubereiten ist schon viel Aufwand, aber ich finde es wichtig, dass es für die Kids ein Ferienprogramm gibt. Ausserdem mache ich es einfach gerne», sagt Florina Neff.

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