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Eine Geste und deren Folgen

Was haben SVP-Nationalrat Roger Köppel und der Wiler SP-Stadtparlamentarier Arber Bullakaj gemeinsam? Sie treten heute Abend auf SRF 1 im «Club» auf und diskutieren Fragen rund um die Doppeladler-Geste von Schweizer Nationalspielern.
Hans Suter
Unternehmer, Politiker und Mensch mit mehreren Heimaten: Arber Bullakaj aus Wil. «Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Und das kann an mehreren Orten sein.»(Bild: Philipp Haag)

Unternehmer, Politiker und Mensch mit mehreren Heimaten: Arber Bullakaj aus Wil. «Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Und das kann an mehreren Orten sein.»
(Bild: Philipp Haag)

Wieso reagieren in der Schweiz viele so empfindlich auf die Geste des Doppeladlers? War sie politisch motiviert? Welchen Platz hat Politik im Sport? Und wie gut sind sie eigentlich integriert, die Schweizer mit albanischen Wurzeln? Diesen und weiteren Fragen geht Barbara Lüthi heute Abend im «Club» auf SRF 1 nach.
Unter ihrer Leitung diskutieren heute Abend um 22.25 Uhr Personen unterschiedlichster Couleur zum Thema. Zum einen Ivan Ergic, ehemaliger Captain FC des Basel und ehemaliger Nationalspieler Serbiens, zum anderen Bernard Thurnheer, ehemaliger Fussballkommentator SRF. Dann sind da SVP-Nationalrat Roger Köppel, Chefredaktor und Verleger «Die Weltwoche», Thomas Kessler, Integrationsexperte, und Jeronim Perovic, Professor für osteuropäische Geschichte. Und schliesslich der Wiler SP-Stadtparlamentarier Arber Bullakaj.
Der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln lebt seit seinem achten Lebensjahr in der Schweiz und wurde «auf Empfehlung» zur Teilnahme in der «Club»-Diskussion eingeladen.

Ein Sieg, eine Geste und stundenlange Diskussionen

«Die Geste trübte die Freude über den Sieg», hält SRF in der Vorschau auf den «Club» von heute Abend fest. Der Hintergrund: Nach ihren Toren gegen Serbien kreuzten die beiden Nationalspieler mit albanischen Wurzeln, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka, ihre Hände und imitierten Flügel. Auch Stephan Lichtsteiner, Captain der Schweizer Nationalmannschaft, feierte mit und machte die Geste – den Doppeladler, Wappentier der albanischen Flagge. Seither streiten sich Fans, Politiker, Kulturschaffende und Journalisten darüber, ob das ein «Bubenstreich» war, ein politisches Statement, ein Zeichen der Verbundenheit mit ihrer Herkunft oder der Ausdruck mangelnder Integration.

«Heimat ist dort, woh man sich wohl fühlt»

«Ich kann diese Aufregung nicht verstehen», sagt Arber Bullakaj. «Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka haben wenig mit Politik am Hut. Es sind gute Spieler, die voll und ganz auf den Fussball fokussiert sind. Ich bin froh, dass sie für uns spielen.» Dass sich Sport und Politik gänzlich trennen lasse, glaubt er nicht. «Die Fussball-WM ist ein Wettkampf der Nationen. Warum sonst sind so viele hochrangige Politiker im Publikum zu sehen?» Dass dabei heimatliche Gefühle bei Spielern zu sichtbaren Emotionen führen können, ist für ihn verständlich. «Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Und das kann an mehreren Orten sein», sagt Arber Bullakaj. Mit einem süffisanten Lächeln doppelt er nach: «Es ist nirgends festgehalten, dass das nur an einem Ort ist.»

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