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Eine Frau und elf Männer

Die SVP Wil tritt diesen Herbst mit einer 12er-Liste zu den Wahlen ins Stadtparlament an. Alle Bisherigen stellen sich erneut zur Verfügung. Bei den Neuen sticht ein Name hervor: Ratko Tadic, Schweizer mit serbischen Wurzeln.
Philipp Haag
Gruppenbild mit Dame: Die Kandidatin und die Kandidaten der SVP für die Wahlen ins Wiler Stadtparlament. (Bild: Philipp Haag)

Gruppenbild mit Dame: Die Kandidatin und die Kandidaten der SVP für die Wahlen ins Wiler Stadtparlament. (Bild: Philipp Haag)

WIL. Die SVP Wil hat turbulente Jahre hinter sich. Die Legislatur, die noch bis Ende Jahr dauert, war bis jetzt geprägt von Skandälchen und Wechseln in der Fraktion. Lediglich drei der sieben Fraktionsmitglieder sassen bereits zu Beginn der Amtsdauer im Stadtparlament, alle anderen sind nachnominiert worden. Das Halten der sieben Sitze bezeichnete Ortsparteipräsidentin Ursula Egli am Dienstagabend denn auch als Ziel für die Wahlen ins Stadtparlament vom 25. September. Das dies kein leichtes Unterfangen wird, ist sich Ursula Egli bewusst, wird die Legislative doch auf das nächste Jahr von 45 auf 40 Mitglieder reduziert.

Sieben Bisherige, fünf Neue

Zwölf Personen stellen sich zur Verfügung. Die sieben Bisherigen Ursula Egli (Rossrüti), Nathanael Trüb (Wil) und Patrik Lerch (Wil) sowie Pascal Stieger (Wil, nachgerutscht für Daniel Zäch), Erwin Böhi (Wil, nachgerutscht für Klaus Rüdiger), Beni Büsser (Wil, nachgerutscht für Sarah Bösch) und Andreas Senti (Wil, nachgerutscht für Mario Schmitt). Bei den neuen Kandidierenden auf der 12er-Liste sticht ein Name hervor: Ratko Tadic. Der 22-Jährige aus Wil ist serbisch-stämmig und wurde im Jahr 2012 eingebürgert, wie er an der Nominationsversammlung sagte. Er lebe sehr gerne in der Schweiz, benennt Tadic seine Motivation zu kandidieren: die Sicherheit, die politische Stabilität, der gute Arbeitsmarkt. Diese Vorzüge schätze er als Person mit einem Migrationshintergrund ausserordentlich. Damit die positive Situation auch in Zukunft zum Tragen kommt, auch auf kommunaler Ebene, dafür möchte sich Tadic einsetzen. In der SVP sieht er die einzige Partei, die sich um diese Anliegen kümmert. Mit seinem Entscheid, sich politisch zu engagieren, möchte er ausserdem dem schlechten Image entgegentreten, das Personen aus Ex-Jugoslawien in der Schweiz zum Teil nach wie vor haben.

Neben Tadic steht Christian Bänninger (Wil) neu auf der Liste. Ihn interessiert im Besonderen das Sozialwesen, «das finanzierbar bleiben muss». Thomas Hinder (Wil) möchte sich dem Verkehrsproblem annehmen und für Hansjörg Höpli (Rossrüti) ist die SVP die einzige Partei, welche intelligente Vorstösse zum Wohl der Stadt lanciert. Ebenfalls auf der Liste ist Louis Scherrer aus Bronschhofen, der bereits bei der letzten Wahl kandidiert hatte. Alle wurden von den Mitgliedern ohne Gegenstimme nominiert.

Das Fehlen der Frauen

Dass nur eine Frau antritt, notabene sie selbst, bedauert Ursula Egli. Der Wahlausschuss habe etliche Absagen erhalten, aus beruflichen und familiären Gründen. Auch der Umstand, sich als Volksvertreter zu exponieren, halte manch einen von einer Kandidatur ab. Trotzdem ist die Parteipräsidentin mit der Liste zufrieden. Der Vorstand erhielt die Kompetenz, die Liste zu komplettieren. Ziel der SVP ist es, mit 15 doppelt aufgeführten Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen zu steigen. Um die Kräfte für die Wahlen ins Stadtparlament zu bündeln, wie Ursula Egli sagte, verzichtet die SVP auf eine Kandidatur für den Stadtrat. Für den Schulrat stellt die Partei einen Bewerber. Nathanael Trüb ist ehemaliger Pädagoge und würde auf den Sitz in der Legislative verzichten, sollte er ins Schulgremium gewählt werden.

Einen flammenden Aufruf, sich kämpferisch zu zeigen, startete Hans Keller, Gründungsmitglied der SVP Kanton St. Gallen. Er sieht es als dringend notwendig an, dem «rot-grün dominierten» Parlament Paroli zu bieten und verstärkt mit anderen bürgerlichen Parteien zusammenzuarbeiten, «sofern es solche überhaupt noch gibt».

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