Eine Baustelle und viele neue Möglichkeiten: Die Galerie zur alten Bank zieht um

Die Galerie zur alten Bank muss sich neu erfinden und will sich dabei trotzdem treu bleiben. Wo heute noch umgebaut wird, eröffnet bald ein Haus der Kunst: die Galerie am Gleis.

Marco Enzler
Drucken
Teilen
Bis zur Eröffnung der Galerie am Gleis gibt es noch einiges zu tun. (Bild: Marco Enzler)

Bis zur Eröffnung der Galerie am Gleis gibt es noch einiges zu tun. (Bild: Marco Enzler)

Es tut sich was an der Bahnhofstrasse 77 in Uzwil. Dort, wo die ehemalige «Galerie zur alten Bank» bald unter ihrem neuen Namen «Galerie am Gleis – G77» eröffnen wird, ist momentan noch eine Baustelle. Zwischen Kabelrollen und herumliegenden Brettern schwirrt der Baustaub durch den ganzen Raum.

«Die Umbauarbeiten kommen planmässig voran», sagt Simone Egloff, Mitglied der Galerie-Kommission. Die Bautätigkeiten dürften noch bis Mitte Juli dauern, dann sollten die neuen Räumlichkeiten bezugsfertig sein. Egloff ist optimistisch: «Der Vernissage am 7. September sollte nichts im Wege stehen.»

Neuer Standort mit mehr Möglichkeiten

Die Zeit zwischen dem Abschluss der Arbeiten und der Eröffnung werde man gemäss Simone Egloff dazu nutzen, den Raum zu gestalten. Insbesondere sei es wichtig ein Gespür dafür zu entwickeln, wie viele verschiedene Kunstwerke auf die gegenüber dem alten Standort in Niederuzwil vergrösserte Ausstellungsfläche passen würden, ohne dass die einzelnen Werke untergingen.

Der neue Standort bringt viele Verbesserungen mit sich: Nebst der Tatsache, dass die neuen Ausstellungsräume komplett rollstuhlgängig sein werden, bietet die neue Lokalität auch eine grössere und funktionalere Küche. Letzteres sei besonders bei grösseren Anlässen wichtig; die Verpflegung der Gäste könne so besser gewährleistet werden, sagt Simone Egloff.

Wichtigster Pluspunkt am neuen Standort dürfte jedoch die Örtlichkeit an sich sein. «Wir erhoffen uns dank der zentralen Lage in der Öffentlichkeit präsenter zu sein und so mehr Publikum anzusprechen», sagt Egloff. Kunst einem breiteren Publikum schmackhaft zu machen, ist denn auch erklärtes Ziel der Galerie-Kommission:

«Die Galerie soll allen etwas bieten – nicht nur kunstaffinen Personen.»

Darum denke man auch darüber nach, zusätzliche Aktivitäten anzubieten. Konkret stehen dabei Kurse, welche direkt in der Galerie durchgeführt werden könnten, im Vordergrund.

Auch private Anlässe sollen möglich sein

Laut Simone Egloff sind nebst besagten Kursen, welche schon am alten Standort besucht werden konnten, auch Veranstaltungen wie Schülerevents oder Geschäftsanlässe denkbar; sicher wird die Galerie am lokalen Herbst- und Weihnachtsmarkt teilnehmen. Als weitere Möglichkeit, das Angebot attraktiver zu machen, sieht Egloff eine Ausdehnung der Öffnungszeiten, damit die Galerie auch während des Tages besucht werden könnte.