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EINBRUCH: Zigaretten und Geld gestohlen

Einmal mehr ist das Flawiler Freibad von Einbrechern heimgesucht worden. In der Nacht zum Freitag sind Unbekannte in diverse Räume eingedrungen und haben Deliktgut im Wert von 11000 Franken erbeutet.
Andrea Häusler
Ist seit Jahren eine beliebte Adresse für Einbrecher: das Flawiler Schwimmbad Böden. (Archivbild: Andrea Häusler)

Ist seit Jahren eine beliebte Adresse für Einbrecher: das Flawiler Schwimmbad Böden. (Archivbild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Einbrüche in die Flawiler Badi entwickeln sich zur unliebsamen Gewohnheit. Kaum ein Jahr, in dem das Freibad an der Degersheimerstrasse von unbekannten Delinquenten verschont bleibt. Entsprechend gefasst reagiert ­inzwischen Bademeister Roland Bott, wenn ihn beim morgend­lichen Arbeitsantritt vor oder im Schwimmbadareal Spuren nächtlicher Zerstörungswut erwarten.

Das war dieses Mal nicht anders. Aussergewöhnlich war hingegen das Vorgehen, das die ungebetenen «Gäste» – oder der unbekannte «Gast» – im aktuellen Fall angewendet haben. Dieses war laut Bott offensichtlich professionell. Denn es sei keine Tür aufgewuchtet worden, sondern die Einbrecher hätten die Türbeschläge entfernt und die Schlosszylinder zerstört – an zwei Türen.

Hernach wütete die Täterschaft umso mehr. Allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Der Versuch, den Tresor im Kassenraum aufzubrechen, scheiterte. Abhanden kam allein das Trinkgeldkässeli. Beachtliche Beute machte die Täterschaft im Kiosk von Pächter René König, wo der Tresor entwendet wurde, in den Bargeld und Zigarettenstangen eingeschlossen waren. Die Kantonspolizei St. Gallen beziffert die Deliktsumme mit über 11000 Franken. Rund 8000 Franken beträgt der Schaden an Türen, Kastenfronten und Ähnlichem.

Securitas-Präsenz intensiviert

Der Einbruch von Donnerstagnacht ist der zweite im Flawiler Freibad in dieser Saison. Diverse kleinere Einbruchsdelikte verteilten sich auf die Jahre zuvor. Wobei sie sich im Sommer 2013 zur eigentlichen Serie summiert hatten. Damals war die Badi viermal von Einbrechern «besucht» worden – dreimal innerhalb von gerade einmal drei Wochen. Schon damals hatte die Gemeinde als Eigentümerin des Freibads ­Massnahmen angekündigt. Von Abklärungen hinsichtlich einer Videoüberwachung war unter ­anderem die Rede, einer Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsverbund Region Gossau. Umgesetzt worden ist nichts.

Oliver Gehrer, Leiter Liegenschaften, relativiert. Weniger die Einbrüche als vielmehr der Vandalenakt im vergangenen Jahr habe den Anstoss zu intensiven und konkreten Abklärungen gegeben, sagt er. Im Sommer 2016 waren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Aschenbecher und Betonelemente ins Schwimmbecken geworfen worden. Der Sachschaden belief sich auf über 10000 Franken. Daraufhin seien Sofortmassnahmen umgesetzt worden. «Die Präsenz der Securitas wurde verstärkt und zeitweilen stand auch eine mobile Überwachungseinheit im Einsatz», sagt Gehrer. Derzeit würden zweierlei Massnahmen diskutiert: Eine defini­tive Lösung, deren Umsetzung über das Budget 2018 beantragt werden müsste, oder eine provisorische Variante. Oliver Gehrer will weder die Straftaten bagatellisieren noch die Sicherheitsrisiken nächtlicher Schwimmbadbesuche. Schon gar nicht die finanziellen Folgen von Einbrüchen und Vandalenakten. Er betont ­jedoch, dass beim Einsatz von Überwachungsanlagen in einem Freibad der Nutzen und die Folgen für die Badegäste sorgfältig abgewogen werden müssten. Damit begründet er auch die bisherige Zurückhaltung der Gemeinde: «Die Kosten und Einschränkungen für die Öffentlichkeit durch Videoanlagen müssen in Relation zum Nutzen stehen.»

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