Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Einblick in eine Gemeinschaft

Andrang herrschte beim Tag der offenen Türe im Ökodorf Sennrüti. Der Tag gab Einblick in das Leben der Menschen und ihre Lebensweise.

DEGERSHEIM. Rund 200 Personen nahmen die Gelegenheit wahr und liessen sich durchs Haus und durch den Garten führen, stöberten im Flohmarkt nach interessanten Artikeln oder genossen in der Cafeteria verschiedene Suppen oder Kuchen vom reichhaltigen Buffet. Degersheimer fanden genauso den Weg ins Ökodorf wie Menschen, die aus Thun, Luzern, Basel oder Deutschland anreisten.

Das Ökodorf besteht seit knapp drei Jahren. Inzwischen wohnen 33 Erwachsene mit 33 Kindern im ehemaligen Kurhaus. Bei der Hausführung konnte man den Umbau verfolgen von einem ehemaligen Kurhauszimmer mit Nasszelle hin zu 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen, die alle mit eigener Küche und eigenem Bad ausgestattet sind. Noch nicht alle Wohnungen sind fertig umgebaut. Es werden nur baubiologische Materialien verwendet wie Holz, Kork und Lehm. Die Lehmheizwände und die individuelle Gestaltung der Wohnungen fanden grosse Beachtung. Mehr als die Hälfte der bewohnbaren Fläche ist allerdings Gemeinschaftsräumen vorbehalten, wie Gemeinschaftswohnzimmer, Speisesaal und Küche, Gästezimmer, Meditationsraum, Kinderräume und weitere.

Auf der Führung zum Energiekonzept erfuhren die interessierten Teilnehmenden, dass im Ökodorf durch die Kombination von Solarkollektoren, Wärmespeicherung und Photovoltaik die gesamte Heizung inklusive Warmwasser durch Sonnenenergie gewonnen wird. Dank baulicher Massnahmen wie Isolierung und dreifach-verglasten Fenstern konnte der Energieverbrauch halbiert werden. Eine weitere Halbierung wird angestrebt. Auch der Trinkwasserverbrauch wurde drastisch auf ein Drittel des Schweizer Durchschnitts reduziert, vor allem durch Regenwassernutzung in WCs und Waschmaschinen.

Im Garten faszinierten vor allem die Säulenbäume. Bei Säulenbäumen wachsen die Früchte (vor allem Äpfel) direkt am Stamm, so finden viel mehr Bäume auf kleinem Raum Platz. Gemäss den Prinzipien der Permakultur wurden bei den Bäumen auch Beerensträucher angepflanzt. Auch aus der Permakultur kommen die Hügelbeete, wie sie an verschiedenen Stellen im Garten des Ökodorfes zu finden sind. Bei diesen Beeten wird die oberste Erdschicht abgetragen und dann ein Erdhügel aufgeschüttet, in dessen Innerem verrottendes Grünmaterial, Zweige und Holz Wärme erzeugen, die ein besseres Gedeihen der vielfältigen Pflanzen zur Folge hat. Reges Interesse löste auch die Lehmsauna aus, die von den Bewohnern des Ökodorfes regelmässig genutzt wird.

Die Gemeinschaft Ökodorf Sennrüti versteht sich als eine ökologisch-spirituelle Lebensgemeinschaft, offen für Menschen aller religiösen Anschauungen und sozialer Schichten. Weitere Besuchsmöglichkeiten sind auf der Homepage angegeben: www.oekodorf.ch (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.