Ein zusätzlicher Stützpunkt für die Rettung

BÜTSCHWIL. Seit dem 1. Dezember hat die Rettung St. Gallen eines ihrer Fahrzeuge während der Wochentage in Bütschwil stationiert. In der Zeit mit dem grössten Verkehrsaufkommen kann die Rettung St.

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Ein weiteres Fahrzeug für die Rettung St. Gallen. (Bild: Olivia Hug)

Ein weiteres Fahrzeug für die Rettung St. Gallen. (Bild: Olivia Hug)

BÜTSCHWIL. Seit dem 1. Dezember hat die Rettung St. Gallen eines ihrer Fahrzeuge während der Wochentage in Bütschwil stationiert. In der Zeit mit dem grössten Verkehrsaufkommen kann die Rettung St. Gallen dank diesem zusätzlichen Stützpunkt, zwischen jenen in Wattwil und Wil, bei einem Notruf auf ein weiteres Rettungsmittel zurückgreifen. Dadurch wird der Anteil der Bevölkerung, welcher bei einer bestehenden oder zu erwartenden Lebensbedrohung innert 15 Minuten erreicht werden kann, nochmals erhöht.

Anteil auf 90 Prozent angehoben

Die Einrichtung des Bütschwil-Stützpunktes ist ein weiterer Schritt zur Optimierung des Netzes von Stützpunkten der Rettung St. Gallen. Diese dient dem Ziel, ab 2015 die sogenannte Hilfsfrist von 15 Minuten bei 90 Prozent der Bevölkerung im Einzugsgebiet der Organisation einhalten zu können und damit die neue Vorgabe des Leistungsauftrages der Regierung zu erfüllen. Dieser sah bis anhin nur eine Einhaltung der 15 Minuten-Hilfsfrist bei 80 Prozent der Bevölkerung vor.

Um diese neuen Vorgaben nun erfüllen zu können, wird bei einem Notruf stets das dem Notfallort am nächsten gelegene, verfügbare und geeignete Einsatzmittel eingesetzt – unabhängig von dessen Heimatstützpunkt. Ausserdem werden die Standorte der Stützpunkte optimiert.

So wurde der Stützpunkt Wattwil denn auch bereits vor zwei Jahren nach Lichtensteig verlegt, jener von Grabs im Mai nach Buchs und im Oktober der Stützpunkt vom Spital Flawil nach Gossau. Durch den zusätzlichen Stützpunkt in Bütschwil wird nun das Netz der Standorte ergänzt und damit optimiert.

Die Rettung St. Gallen

Um die Vorgabe des Leistungsauftrages mit den bestehenden Mitteln erreichen zu können, haben die Spitalverbunde Kantonsspital St. Gallen, Fürstenland Toggenburg und Rheintal Werdenberg Sarganserland ihre Rettungsdienste per Januar des laufenden Jahres zur Rettung St. Gallen zusammengeschlossen. Die Rettung St. Gallen gehört zu den grössten rettungsdienstlichen Organisationen in der Schweiz.

Mit rund 180 Mitarbeitenden leistet die Rettung St. Gallen jährlich mehr als 12 000 Primäreinsätze und rund 5000 Sekundäreinsätze, wie zum Beispiel Verlegungen. (pd)