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Ein Wiler möchte hoch hinaus

In Wil ist er geboren. Heute lebt Michael Hasenfratz (28) in Berlin und träumt davon, die Schweiz am Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen zu vertreten. Wer ist dieser Mann? Die Wiler Zeitung hat ihm auf den Zahn gefühlt.
David Metzger
Den Blick in die Zukunft gerichtet: Der gebürtige Wiler Michael Hasenfratz träumt von einer Musikkarriere. (Bild: pd)

Den Blick in die Zukunft gerichtet: Der gebürtige Wiler Michael Hasenfratz träumt von einer Musikkarriere. (Bild: pd)

WIL. DJ BoBo, Lovebugs oder auch Schlagersängerin Francine Jordi: Sie alle haben schon daran teilgenommen. Doch allesamt sind sie beim Eurovision Song Contest (ESC) kläglich gescheitert. Nun wagt sich ein gebürtiger Wiler ins ESC-Haifischbecken: Michael Hasenfratz, lebhaft in Berlin, hat sich zum Ziel gesetzt, die Schweiz mit seinem selbstkomponierten Mundartlied in Kopenhagen zu vertreten.

Umzug ins Nachbarland

Sein Talent und die Leidenschaft zum Singen hat Hasenfratz bereits in der Schweiz erkannt. «Mit 14 Jahren habe ich in Wil begonnen, Gesangsunterricht zu nehmen.» Daneben schloss er sein BWL-Studium ab und arbeitete zwei Jahre lang als Marketingmanager. Im Alter von 25 Jahren gab er sich dann einen Ruck. «Ich wollte im Musikbusiness durchstarten. Da die Chancen hierfür in Deutschland aber grösser sind, zog ich nach Berlin», erklärt der Betriebswirtschafter seinen Weggang aus der Schweiz.

Mittels Mundartsong

Im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg hat es sich der heute 28-Jährige zusammen mit einem Freund heimelig gemacht. Viel Zeit, die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen, hatte der Musiker aber noch nicht. Schliesslich nimmt das Komponieren der Lieder viele Stunden in Anspruch. Und da es sich von der Musik alleine noch nicht leben lässt, schlägt sich Hasenfratz nebenbei mit Gelegenheitsjobs durch, um sich finanziell abzusichern. Die Idee, an der Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest teilzunehmen, besass der gelernte Mediamatiker schon vor geraumer Zeit. «Ich habe mich aber nie so richtig getraut.» Das ist nun anders. Mit seinem ersten Mundartsong «Dini Wält» hat sich Hasenfratz beworben. Obwohl er sich 800 Kilometer von der Schweiz entfernt niedergelassen hat, fühlt sich der Musiker noch immer voll und ganz als Schweizer. Deshalb auch seine Entscheidung, für die Schweiz zu kandidieren.

Gefallen an der Altstadt

Zu seiner Heimatstadt Wil pflegt Hasenfratz immer noch einen engen Bezug: Seine Mutter und einer seiner vier Brüder sind in der Region sesshaft. Wenn Hasenfratz von seinem Geburtsort zu sprechen beginnt, kommt er richtig ins Schwärmen. Vor allem die Wiler Altstadt imponiere ihm. Schon seit er klein ist. «Immer, wenn ich in Wil bin, versuche ich, einmal durch die Altstadt zu gehen. Die gesamte Atmosphäre ist beeindruckend und gefällt mir.»

Pompös dürfte die Stimmung auch in Kopenhagen beim Finale sein. Die Halle in der dänischen Hauptstadt bietet Platz für 10 000 Zuschauer. «Für mich ist es ein grosser Traum, einmal vor so vielen Leuten singen zu dürfen», gibt Hasenfratz zu. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Es gilt ein aufwändiges Auswahlverfahren zu überstehen. Zunächst muss im Online-Voting gegen 157 Mitbewerber ein Platz unter den besten neun Kandidierenden erreicht werden. Diese werden dann von einer Expertenjury nochmals auf Song und Stimme geprüft. Nur sechs Songs werden am Ende für die nationale Livesendung im Februar zugelassen, wo der Schweizer Vertreter für Kopenhagen erkoren wird. Obschon die ganze Prozedur happig ist, zeigt sich Hasenfratz kämpferisch. «Mein Ziel ist ein Platz unter den ersten neun.» Dass ihm für Werbemassnahmen keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, lässt Hasenfratz kalt. Mit viel Mund-zu-Mund-Propaganda habe er sowohl in Berlin als auch in Wil viele Menschen animiert, für ihn die Stimme abzugeben.

Ein Album soll kommen

Wie viele Personen tatsächlich für seinen Song «Dini Wält» abstimmen, wird sich am 18. November zeigen. Dann stehen die Abstimmungsresultate fest. Egal wie gut diese ausfallen, Hasenfratz wird seine Musikkarriere auf jeden Fall weiterführen. Bereits jetzt steht der gebürtige Wiler an der Realisierung seines ersten Mundart-Albums.

www.eurovisionplattform.sf.tv/videos/dini_waelt

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