Ein Weg mit vielen Steinen- der letzte Teil des Fürstenlandradwegs ist endlich fertig

Der Veloweg zwischen dem Flawiler Weiler Burgau und dem Ortsteil Schändrich wurde am Mittwochmorgen eingeweiht.

Lara Wüest
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Der Flawiler Gemeindepräsident Elmar Metzger testet den Radweg.

Der Flawiler Gemeindepräsident Elmar Metzger testet den Radweg.

Bild: Lara Wüest

Darauf mussten die Velofahrerinnen und Velofahrer lange warten: die Eröffnung des letzten Teils des Fürstenlandradwegs zwischen dem Flawiler Weiler Burgau und dem Ortsgebiet Schändrich. Bereits im Sommer 2014 hatte der Gemeinderat von Flawil den Veloweg genehmigt.

Am Mittwochmorgen nun wurde er eingeweiht. Die Einweihung verlief deutlich weniger turbulent als die Vorgeschichte. Gemeindepräsident Elmar Metzger begrüsste am Vormittag auf dem Parkplatz vor dem Schulhaus ein paar Journalisten und Projektmitarbeitende, zusammen lief man den Veloweg entlang. Es wurde kein rotes Band durchschnitten, symbolischer Akt war Elmar Metzger auf seinem Velo.

Mehrere Einsprachen verzögerten Projekt

Bis zur Eröffnung dauerte es allerdings einige Zeit. Der historische Weiler Burgau ist ein Schutzprojekt von nationaler Bedeutung. Längere Zeit war deshalb unklar, wo der Veloweg genau durchführen soll. Manche Einwohnerinnen und Einwohner standen dem Projekt zudem kritisch gegenüber. Während dieses öffentlich auflag, gingen mehrere Einsprachen ein. «Die Bevölkerung war besorgt, dass sie von den Velos gestört und gefährdet wird», sagt Metzger. Vor allem die schnellen E-Bike-Fahrer bereiteten den Menschen im Weiler Sorgen. Und auch die Baustelle sorgte für Verärgerung. Baubeginn war im Frühling 2019. Nahe am Industriegebiet Schändrich erschwerten die Baustellenabsperrungen das Gehen auf einem Wanderweg. Anwohner beschwerten sich daraufhin darüber.

Doch nun scheint alles vergangen und vergessen. Elmar Metzger sagt:

«Jetzt haben wir einen wunderschönen Radweg, der auch von der Bevölkerung akzeptiert wird.»

Gekostet hat der Radweg 1,5 Millionen Franken, wovon der Bund, der Kanton und die Gemeinde jeweils rund einen Drittel übernahmen. 800 Meter ist die Strecke lang. Immer wieder sausten am Eröffnungsmorgen Velofahrerinnen und Velofahrer die Strecke entlang. In Betrieb ist der Radweg nämlich bereits seit Mitte Juni – und er wird seither auch rege genutzt. «Seit Corona haben wir 70 bis 80 Prozent mehr Velofahrer», sagt Daniel Schöbi von der Fachstelle Fuss- und Veloverkehr des Kantons St.Gallens.

Sanierungsbedarf auf weiteren Strecken

Ganz fertig ist der gesamte Fürstenlandradweg allerdings noch nicht, es besteht Sanierungsbedarf. «Jetzt ist er zwar durchgehend signalisiert», so Schöbi, «doch die Qualität des Weges ist nicht überall gleich gut.» Das will der Kanton in den nächsten Jahren ändern.

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