Ein Weg, der das Dorf verbindet

Das Sonnentalerfest war diesmal mit einer feierlichen Einweihung verbunden. Der Durstudlenweg erinnert an den alten Namen von Sonnental und ist gleichzeitig ein Symbol für das Zusammenleben der Dorfbevölkerung.

Zita Meienhofer
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Isabelle Geisser segnet den Durstudlenweg, Elmar Schönenberger (hinten) erklärt den Ursprung des Namens. (Bilder: Zita Meienhofer)

Isabelle Geisser segnet den Durstudlenweg, Elmar Schönenberger (hinten) erklärt den Ursprung des Namens. (Bilder: Zita Meienhofer)

SONNENTAL. Das Sonnentalerfest hat Tradition. Nicht ganz regelmässig – es findet nicht jährlich statt – steht es jeweils am letzten August-Wochenende in der Agenda der Sonnentaler. Auch nicht ganz regelmässig herrscht derart hochsommerliches Wetter. Und ebenfalls nicht ganz regelmässig wird das Fest mit etwas Besonderem verbunden.

Dieses Jahr blickten die Organisatoren in die Vergangenheit des Dorfs, das vor 135 Jahren einen neuen Namen erhielt. Der Blick fokussierte sich auf die Zeit vor 1880, damals als Sonnental noch Durstudlen hiess (siehe Kasten) mit dem ersten Durstudlen-Lauf, der Einweihung des Durstudlenwegs und dem Durstudlen-Schmaus. Eines ist jedoch regelmässig: Ganz Sonnental ist anwesend.

In Holz geschnitzte Wegtafeln

Nach dem sonntäglichen Gottesdienst war es so weit. Die hölzernen Tafeln, in die Stefan Louis «Durstudlenweg» geschnitzt hatte, hingen zu Beginn und am Ende des Weges samt Blumenschmuck von Silvia Niedermann. Der Durstudlenweg ist der Verbindungsweg vom neu erstellten Sportpatz zum Schulhaus, zur Bushaltestelle. Er verbindet jedoch auch das «untere» mit dem «oberen» Quartier. Die Gemeinde Oberbüren hat den Unterhalt dieses Weges übernommen, der Weg wurde klassifiziert, demnach sollte er auch einen Namen erhalten. Der Vorstand der Dorfkorporation Sonnental war sich schnell einig: der Verbindungsweg soll Durstudlenweg heissen.

«Der Name Durstudlenweg steht für eine Verbindung zwischen Schönem, Neuem und Modernem, dem neuen Sportplatz und Altem, Traditionellem, dem Ursprung des Dorfes», sagte Elmar Schönenberger, Verantwortlicher des diesjährigen Sonnentalerfestes. Er wünscht sich, dass die 50 verbindenden Stufen dieses Weges einen symbolischen Charakter für das Zusammenleben im Dorf haben. Isabelle Geisser, die zum Team der Pfarrei Henau gehört, segnete den Weg.

Neuer Name, neue Strecke

Der traditionelle Sonnentalerlauf bekam diesmal nicht nur einen neuen Namen, sondern auch eine neue Streckenführung. Er heisst nun Durstudlenlauf und führt durchs Dorf und anschliessend – statt auf die Anhöhe in Richtung Lenggenwil und Kloster Glattburg – der Thur entlang.

Die Erwachsenen haben fünf Kilometer zu absolvieren, bei den Kindern variiert die Länge nach Alter. Gemäss Elmar Schönenberger ist die neue Streckenführung bei den Teilnehmenden gut angekommen, auch bei den geübten Läufern. Rund 60 Erwachsene waren am Start. «Das sind etwas weniger als im Vorjahr», erklärte Schönenberger, «was wohl den hochsommerlichen Temperaturen zuzuschreiben ist.»

Der Verbindungsweg zwischen Sportplatz und Schulhaus in Sonnental hat nun einen Namen.

Der Verbindungsweg zwischen Sportplatz und Schulhaus in Sonnental hat nun einen Namen.