Ein Wahrzeichen Oberuzwils ist nicht mehr …

OBERUZWIL. Kurz nach 15 Uhr ertönten gestern drei kurze Hornsignale, unmittelbar darauf folgte ein dumpfer Knall. Und der über 40 Meter messende Hochkamin mit Baujahr 1912 im Areal der ehemaligen HC Färberei Heer & Co. begann im Zeitlupentempo Richtung Norden zu fallen.

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Bild: Christine Gregorin

Bild: Christine Gregorin

Oberuzwil. Kurz nach 15 Uhr ertönten gestern drei kurze Hornsignale, unmittelbar darauf folgte ein dumpfer Knall. Und der über 40 Meter messende Hochkamin mit Baujahr 1912 im Areal der ehemaligen HC Färberei Heer & Co. begann im Zeitlupentempo Richtung Norden zu fallen. Unter dem Applaus der zahlreich erschienenen Zaungäste war das geschichtsträchtige Spektakel innert Sekunden schon wieder vorbei. Das «Glückauf» des Teams der Schwarz Spreng- und Felsbau AG aus Wila hatte Wirkung gezeigt – einmal mehr ist alles gut gegangen, und auch die 407. Kamin-Sprengung dieser Firma hat wie geplant geklappt. Gemäss Aussage des verantwortlichen Sprengmeisters Thomas Schwarz wurden für die Sprengung rund sechseinhalb Kilo Gelatine-Sprengstoff in total achtzehn Bohrlöchern platziert. Aus Sicherheitsgründen und um Steinflug zu verhindern, wurde die Sprengzone mit Strohballen und Filztüchern abgedeckt. Der Absperrradius für Zuschauer betrug rund 100 Meter. Bei dieser sogenannten Fallsprengung sind zwei Drittel des Hochkamin-Sockels weggesprengt worden, der dritte diente als Standbein. Während des Fallens knickt der Kamin aufgrund unterschiedlicher Beschleunigung erfahrungsgemäss jeweils an der schwächsten Stelle ein. (cg.)

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