«Ein unnötiges Experiment»

Zur Abstimmung über die Einheitsgemeinde Münchwilen

Karl Kappeler, St. Margarethen
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Die Bildung einer Einheitsgemeinde war bisher weder beim Gemeinderat noch bei der Schulbehörde je ein Thema. Erst an der Versammlung der Politischen Gemeinde forderte ein Parteiantrag die Bildung einer Einheitsgemeinde. Die Argumente wurden erst später in einer Arbeitsgruppe erarbeitet und in der Broschüre veröffentlicht. Ist dieser zeitliche Ablauf ein übliches Vorgehen und im Interesse der Schule?

Nun zeigt diese Abstimmungsbroschüre, dass nicht wirklich überzeugende Argumente für eine Zusammenlegung gefunden wurden. Welche Argumente unterstützen nun die Schule, und wer profitiert vom ganzen Aufwand? Beispiele aus anderen Kantonen beweisen, dass die Budgetplanungen der Gemeinden sehr wohl negative Auswirkungen auf die Schulen haben. Spätestens nach einigen Jahren Einheitsgemeinde, wenn sich das eingebrachte Schulvermögen in der allgemeinen Gemeindekasse aufgelöst hat, wäre auch bei uns die Schule ein normales Ressort. Sie würde den üblichen Sparmechanismen bei Budgetplanungen mit all ihren negativen Auswirkungen unterstellt.

Verzichten wir also auf dieses unnötige, politisch motivierte Experiment. Mit weiterhin getrennten Körperschaften bleiben uns die beiden Rechnungsführungen erhalten. Nur so können wir Begehrlichkeiten von der Schule fernhalten und beurteilen, wie viel Steuerprozente uns unsere Schule wert ist.

Karl Kappeler, St. Margarethen