Ein Stützpunkt für die Sicherheit

Gestern morgen fand der Spatenstich für das neue Betriebsgebäude des Sicherheitsverbunds Region Wil an der Bronschhoferstrasse in Wil statt. Die Bausumme beträgt rund 23 Millionen Franken. Gegen Mitte des Jahres 2017 soll der Bau bezugsbereit sein.

Philipp Haag
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Lieber mit Schaufel als im Bagger: Andreas Dobler, Geschäftsführer des Sicherheitsverbunds Region Wil (SVRW), und SVRW-Verwaltungsratspräsident sowie Stadtrat Daniel Meili beim symbolischen Spatenstich. (Bild: Philipp Haag)

Lieber mit Schaufel als im Bagger: Andreas Dobler, Geschäftsführer des Sicherheitsverbunds Region Wil (SVRW), und SVRW-Verwaltungsratspräsident sowie Stadtrat Daniel Meili beim symbolischen Spatenstich. (Bild: Philipp Haag)

WIL. Daniel Meili hatte gut geschlafen vorletzte Nacht. Entsprechend schwungvoll rammte der Stadtrat gemeinsam mit Andreas Dobler, dem Geschäftsführer des Sicherheitsverbund, gestern morgen beim Spatenstich für das neue Betriebsgebäude des Sicherheitsverbunds Region Wil (SVRW) an der Bronschhoferstrasse die Schaufel in den Boden, hob ein wenig Erde hoch und liess den Erdklumpen durch die Luft fliegen. Nicht immer waren die Nächte in den vergangenen Jahren so angenehm wie vor dem symbolischen Spatenstich. Lange dauerte die Planung für das neue Betriebsgebäude – rund zehn Jahre –, heftig, aber sachlich waren die Diskussionen über den Standort am Stadtrat von Wil. Als die Delegierten des Sicherheitsverbunds im April den Baukredit über 23,1 Millionen Franken sprachen, schlief Meili wiederum gut, wie er gestern morgen bekannte, denn der Weg für die Realisierung des neuen Betriebsgebäudes war endgültig geebnet.

Alle an einem Ort

In den Augen von Meili kommt das neue Betriebsgebäude einem Meilenstein gleich. «Für die Geschäftsstelle des Sicherheitsverbunds, die Feuerwehr und den Zivilschutz wird das neue Betriebsgebäude künftig als Stützpunkt für ihre Verwaltungstätigkeit und Hilfestellung zugunsten der Bevölkerung dienen», sagte er. Das Einzugsgebiet des Sicherheitsverbunds umfasst rund 40 000 Personen in den Gemeinden Wil, Jonschwil, Zuzwil, Niederhelfenschwil, Rickenbach, Wilen und Braunau. Das neue Betriebsgebäude liegt gemäss Meili inmitten eines Drei-Kilometer-Radius, in dem 95 Prozent der zu betreuenden Bevölkerung leben.

Meili sprach gar von einem «Zentrum für Sicherheit», einem zukunftsgerichteten Modell, zieht doch die Polizei nach einem Umbau in das angrenzende Swisscom-Gebäude ein (siehe Kasten). Notwendig geworden ist der Umzug der Feuerwehr und des Zivilschutzes, weil die räumlichen Kapazitäten in der Liegenschaft «Zum Turm» an der Tonhallenstrasse in Wil zu eng geworden waren. Ausserdem werden drei Depots zusammen- geführt, was Geschäftsführer Andreas Dobler freut. Das neue Betriebsgebäude ermögliche schnelle Einsatzmöglichkeiten, weil im Notfall keine zusätzlichen Organisationsmassnahmen angeordnet werden müssten, sowie genügend Platz für Mannschaft, Fahrzeuge und Material. Bezugsbereit sein soll das neue Betriebsgebäude gegen Ende des ersten Halbjahres 2017.

Noch bessere Lösungen

Es folgt nun eine etwas mehr als eineinhalb Jahre dauernde Bauphase, während der es für Architekt Lukas Meyer «die eine oder andere schlaflose Nacht geben wird», griff er das Bild von Meili auf. Nach einer intensiven und herausfordernden Planungsphase gehe es nun darum, «nach noch besseren Lösungen in den Details zu suchen», sagte der Vertreter des zuständigen Architekturbüros Manetsch Meyer Architekten AG in Anwesenheit von Stadtpräsidentin Susanne Hartmann sowie den Gemeindepräsidenten Roland Hardegger, Zuzwil; Simon Thalmann, Niederhelfenschwil; David Zimmermann, Braunau, und Kurt Enderli, Wil.