Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ein Standort auf dem Prüfstand: Pavillon Langacker stösst auf Gegenwehr

Der Stadtrat will auf dem Langacker ein Schulprovisorium für 5,6 Millionen Franken bauen. Die Standortfrage löst aber Diskussionen aus und ist laut Stadtparlamentarierin Christine Halser noch nicht ausreichend begründet.
Gianni Amstutz
Für den Stadtrat kommt ein Schulpavillon auf dem Zeughausareal aus schulischer und baulicher Sicht nicht in Frage. Stadtparlamentarier Christine Hasler fordert aber eine vertiefte Prüfung dieses und weiterer Standorte für das Provisorium. (Bild: Simon Dudle)

Für den Stadtrat kommt ein Schulpavillon auf dem Zeughausareal aus schulischer und baulicher Sicht nicht in Frage. Stadtparlamentarier Christine Hasler fordert aber eine vertiefte Prüfung dieses und weiterer Standorte für das Provisorium. (Bild: Simon Dudle)

«Ich bin enttäuscht», sagt CVP-Stadtparlamentarierin Christine Hasler. Sie habe zwar erwartet, dass noch nicht alle Fragen, die sie im Postulat gestellt habe, geklärt werden könnten, aber dass der Stadtrat «keine einzige davon in Bericht und Antrag zum Pavillon Langacker beantwortet hat, überrascht mich doch.» Es sei das eingetroffen, wovor sie bereits an der Parlamentssitzung vergangene Woche gewarnt habe. Damals verzichtete eine Mehrheit des Wiler Parlaments darauf, ihr Postulat zum Pavillon Langacker für erheblich zu erklären, weil der Stadtrat die Beantwortung der Postulatsfragen im Bericht und Antrag zum Pavillon und dem Schlussbericht «Schule 2020» in Aussicht stellte. Genau dies ist jetzt nach Ansicht der Postulantin aber nicht geschehen – oder nur in ungenügender Form.

Hasler vermisst Willen, andere Varianten zu prüfen

Die Frage, ob der Langacker tatsächlich der geeignetste Standort für das Schulprovisorium sei, bleibe für sie nach wie vor völlig offen, sagt Christine Hasler. Sie fügt hinzu: Die Begründungen des Stadtrats verdienten ihren Namen nicht. Die zuständigen Stadträte Jutta Röösli und Daniel Stutz erklärten die Wahl des Standort Langacker einerseits mit schulischen Überlegungen. Im Gegensatz zu anderen möglichen Orten seien beim Langacker die Wege zu Schulräumen ausserhalb des Klassenzimmers wie Turnhalle, Aula oder Bibliothek kurz. Würde das Provisorium hingegen beispielsweise auf dem Zeughausareal gebaut, müssten die Schüler für viele Lektionen lange Wege zurücklegen, wodurch wertvolle Unterrichtszeit verloren ginge, so Jutta Röösli. Ausserdem seien Distanzen auch für das Lehrerteam, die Schulleitung und die Schulkultur eine Herausforderung.

Dies ist für Christine Hasler keine nachvollziehbare Begründung. Schliesslich sei es auch bei anderen Schulhäusern der Stadt so, dass beispielsweise für den Turnunterricht ein Weg in Kauf genommen werden müsse.

Auch die Prüfung anderer Standorte aus baulicher Sicht, wie sie in Bericht und Antrag beschrieben sei, betrachte sie als ungenügend. «Die nötige Tiefe in der Analyse der Möglichkeiten fehlt», sagt Christine Hasler. Die getroffenen Abklärungen liessen den Willen des Stadtrats vermissen, ernsthaft andere Varianten in Betracht zu ziehen. «Es wirkt so, als habe der Stadtrat sich von Beginn an auf den Langacker festgelegt und nur noch pro forma weitere Standorte überprüft. Die CVP-Parlamentarierin gibt zu bedenken, dass das Parlament bereits 2016 den Entscheid getroffen habe, Schulstandorte möglichst zentrumsnah zu bauen. Dies sei ein klarer Auftrag und auch wichtig für eine bessere soziale Durchmischung.

Nicht grundsätzlich gegen den Standort Langacker

«Was es braucht, wäre eine Auslegeordnung der Standorte mit Kriterien und Bewertungen.» Wenn das erst mit dem Bericht des Projekts Schule 2020 möglich sei, müsse man diesen abwarten. «Die Dringlichkeit wird vom Stadtrat zu sehr betont.» Es wirke dadurch so, als werde dem Parlament damit eine halbpatzige Lösung aufgeschwatzt.

Weitere Fragen, die Christine Hasler beschäftigen und auf die sie in Bericht und Antrag keine befriedigende Antwort gefunden hat, betreffen die modulare Bauweise des Pavillons. So zweifle sie daran, dass die einzelnen Module, wenn sie denn an einem anderen Standort gebraucht würden, tatsächlich so leicht und günstig zu verschieben wären, wie das vom Stadtrat suggeriert werde. Christine Hasler betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen eine Lösung auf dem Langacker ist. «Nach den heute vorliegenden Fakten bestehen für mich aber noch zu viele Fragezeichen.» Es sei Aufgabe der Kommission, die das Geschäft beraten wird, die offenen Fragen zu klären. Nur wenn das geschehe, könne das Parlament einer Lösung zustimmen – vielleicht auch einer auf dem Langacker.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.