«Ein sicherer Hort in der Krise»

Die Verantwortlichen der Raiffeisenbank Bichelsee zeigen sich mit dem Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres zufrieden.

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Bichelsee. «Die Raiffeisenbank am Bichelsee mit ihren Geschäftsstellen in Eschlikon, Turbenthal und Bichelsee blickt auf ein sehr erfreuliches zweites Geschäftsjahr nach der Fusion zurück», lautet die Mitteilung der Geschäftsleitung. Das Jahr 2009 sei durch hohe Zuwachsraten im Kreditgeschäft und im Bereich der Kundengelder geprägt gewesen. Trotz grossem Konkurrenzdruck konnten die Erträge in den verschiedenen Geschäftssparten der Traditionsbank gut gehalten werden. Der Bruttogewinn 2009 beträgt 4,06 Mio. Franken (Vorjahr 4,35 Mio. Franken).

Auf Wachstumskurs

«Das vergangene Geschäftsjahr war von ausserordentlichen Wachstumsraten im Kreditgeschäft geprägt. Das historisch tiefe Zinsniveau war für viele eine optimale Gelegenheit, ihren Eigenheimtraum zu verwirklichen» lautet die Mitteilung aus dem Kreis der Verantwortlichen.

Die Ausleihungen nahmen um 39,1 Mio. Franken zu, dies entspricht einer Steigerung um rund 8 Prozent.

Diese Volumenzunahme stammt auch aus dem Wachstum des kommerziellen Geschäfts (kleinere und mittlere Firmenkunden). Das Vertrauen der Sparer in die Raiffeisenbank sei nach wie vor gross. Die Kundengelder verzeichneten eine Zunahme um 19,6 Mio. Franken oder 5 Prozent. «Raiffeisen gilt als sicherer Hort in der Krise», zeigt sich die Geschäftsleitung überzeugt.

Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft – darin sind in erster Linie die Erträge aus der Finanzberatung enthalten – hat sich über den Erwartungen entwickelt, die Steigerung beträgt dort 13 Prozent. Der Börsenaufschwung ab März 2009 wirkte sich positiv aus.

184 neue Mitglieder haben im 2009 einen Anteilschein gezeichnet. Per Ende 2009 zählte die Raiffeisenbank am Bichelsee 6557 Genossenschafter. Die Bilanzsumme stieg um 45,5 Mio. Franken auf 567 Mio. Franken.

Hohe Eigenmittel

Trotz hohem Konkurrenzdruck im Retail-Bankenmarkt konnte ein Betriebsertrag von 9,38 Mio. Franken erzielt werden (Vorjahr 9,46 Mio. Franken). Der Geschäftsaufwand stieg um 4,2 Prozent auf 5,33 Mio. Franken an. Der Bruttogewinn 2009 betrug 4,06 Mio. Franken (Vorjahr 4,35 Mio. Franken). Der Rückgang sei auf die tiefen Zinsen und den Margendruck im Kreditgeschäft zurückzuführen. Für Problemkredite mussten keine zusätzlichen Rückstellungen gebildet werden. Die vorsichtige Risikopolitik der Bank bewährte sich auch im schwierigen Umfeld.

Im Geschäftsjahr 2009 konnten stille Reserven im Betrag von 2,5 Mio. Franken gebildet werden. Der ausgewiesene Gewinn beträgt 880 000 Franken (Vorjahr 780 000 Franken).

Das Kernkapital beläuft sich per Ende 2009 auf 37,4 Mio. Franken. Es liegt weit über den gesetzlich erforderlichen Eigenmitteln von 24,4 Mio. Franken. Die Steuerbelastung der Bank für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 650 000 Franken.

Die Raiffeisenbank am Bichelsee ist ein kontinuierlicher Steuerzahler und leistet einen beachtlichen Steuerbeitrag auch in finanziell schwierigen Zeiten von Bund, Kantonen und Gemeinden.

Generalversammlung

Die Raiffeisenbank am Bichelsee feiert in diesem Jahr ihr 111-jähriges Jubiläum. Sie wurde 1899 durch Pfarrer Johann Evangelist Traber gegründet und ist die älteste Raiffeisenbank der Schweiz.

Die GV und das Raiffeisenfest mit Musik- und Showprogramm findet am Freitagabend, 7. Mai, im Festzelt auf dem Gelände der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon in Ettenhausen bei Aadorf statt. Die Infrastruktur für die Generalversammlung wird wiederum mit der Raiffeisenbank Aadorf geteilt.

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