Ein Riesenschiff in Flammen

Gestern abend ging mit dem Verbrennen des «Füürlizapfens» die Sirnacher Fasnacht zu Ende. Die Organisatoren sind zufrieden: Am Umzug haben sich so viele Personen wie noch nie beteiligt.

Simon Dudle
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SIRNACH. Die Verbrennung des Füürlizapfens stellt jedes Jahr eine Art Schlussbouquet der Sirnacher Fasnacht (Sifa) dar. So auch gestern abend, als sich trotz Minustemperaturen mehrere hundert Personen auf dem Parkplatz beim Autobahnzubringer Q20 versammelten, um die Fasnacht der Fastenzeit zu übergeben. Sie staunten über den grössten Füürlizapfen aller Zeiten. Fast neun Meter hoch und dreieinhalb Meter breit war das Riesenschiff, dessen Aufbau rund 300 Stunden in Anspruch genommen hatte. Der Koloss ging zügig in Flammen auf. Dies geschah deutlich schneller als im Vorjahr. Damals hatten die Fasnächtler auf das Feuer warten müssen, weil der Funken nicht überspringen wollte. «Es war damals ein Kran kaputt und die Luft konnte darum nicht zirkulieren. Dieses Mal haben wir Notfallmassnahmen vorbereitet, damit dies nicht wieder passieren konnte», sagt Marco Meuri, Präsident der Sifa. Das Staunen im Publikum war nicht nur aufgrund der Dimensionen des Piratenschiffs gross, sondern auch wegen des Feuerwerks.

7000 Leute am Umzug

Als ein solches war aus der Sicht der Organisatoren auch die ganze Sifa zu sehen. Zwischen der Eröffnung am vergangenen Donnerstag und der Verbrennung des Füürlizapfens gestern wurden mehr Besucher gezählt als im Vorjahr. Ein Höhepunkt war einmal mehr der Umzug am Samstagnachmittag bei prächtigem Winterwetter. Er lockte laut Meuri rund 7000 Personen an, womit der Rekord des Vorjahrs etwa egalisiert wurde. Der Präsident kann aber auch heuer von einem neuen Rekord berichten: Am Umzug beteiligten sich 1700 Teilnehmer aktiv – so viele wie noch nie. Grossandrang herrschte auch Stunden später im Zelt bei der «Rasslete». «Es war gestopft voll. Da wir im Vergleich mit dem Vorjahr bauliche Anpassungen vorgenommen hatten, mussten wir die Tore nicht mehr schliessen», so der Sifa-Präsident.

Mobiler Polizeiposten

In seinem Fazit lässt Meuri nicht unerwähnt, dass es wie schon im Vorjahr zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen ist. Dazu hat auch eine Änderung beigetragen: Am Samstag wurde ein mobiler Polizeiposten eingerichtet. «Die Präsenz alleine hat schon viel gebracht und es kam zu keinen Schlägereien», sagt Meuri, der sich bereits auf die nächste Sifa freut.