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Ein Projekt, das Generationen verbindet: Erstklässler der Kanti Wil porträtieren Senioren

Elf ältere Menschen, elf lange Leben, unzählige Erfahrungen: Schülerinnen und Schüler der Kanti Wil beschreiben in einem Projekt das Leben von Senioren. Der Vorstand des Spitexfördervereins Thurvita zeichnete die besten Porträts aus.
David Grob
Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b. (Bild: David Grob)

Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b. (Bild: David Grob)

Alt trifft auf jung, jung auf alt – dies die Idee des Projekts, das der Spitexförderverein Thurvita zusammen mit der Kanti Wil durchführte. Elf ältere Menschen, elf lange Leben und unzählige Erfahrungen porträtierten die 14- bis 16-jährigen Schüler der Klasse 1b in Aufsätzen, die sie in Zweiergruppen verfasst haben. Am Freitagnachmittag zeichnete der Vorstand des Spitexfördervereins in der Kanti Wil mit Rosen, Geld und Kinogutscheinen die besten Porträts aus.

Ein Priester, der ein entschiedener Gegner des Zölibats ist; eine optimistische, aktive Dame, die zur Gründung des Restaurants «Chez Grand-Maman» des Alterszentrums Sonnenhof beitrug und ihre Rezepte weitergibt; ein gläubiger Christ, der dichtet und musiziert; und ein ehemaliger Leichtathlet, der seine vielversprechende Karriere wegen einer Fehlbehandlung aufgeben musste – die Leben, welche die Jugendlichen porträtiert haben, sind so unterschiedlich wie spannend.

Gewinnerinnen zeigen sich beeindruckt

Die beiden Siegerinnen: Valeria Honold (links) und Julia Schmidli (rechts). (Bild: David Grob)

Die beiden Siegerinnen: Valeria Honold (links) und Julia Schmidli (rechts). (Bild: David Grob)

«Uns hat fasziniert, wie der Priester Markus S. seinen Beruf trotz der Einschränkungen durch das Zölibat ausgeübt hat», erzählen Julia Schmidli und Valeria Honold, die mit ihrem Text den Vorstand überzeugen konnten und den ersten Rang gewannen. Seine Offenheit und sein Einsatz für die Menschenrechte und die Gleichberechtigung hätten sie stark beeindruckt, sagen die Schülerinnen.

«Es war eine gute Erfahrung.»

Andrey Albrecht, Deutschlehrer der Klasse 1b an der Kanti Wil. (Bild: David Grob)

Andrey Albrecht, Deutschlehrer der Klasse 1b an der Kanti Wil. (Bild: David Grob)

Deutschlehrer Andrey Albrecht hat das Projekt in seinem Unterricht durchgeführt und seine Klasse auf die Aufgabe vorbereitet. «Wir haben uns in den Lektionen mit der Textform Porträt auseinandergesetzt und den richtigen Umgang mit älteren Menschen thematisiert», sagt Albrecht. Insbesondere gute Fragen fürs bevorstehende Interview mit den älteren Menschen zu entwickeln, stand für Albrecht im Zentrum seiner Arbeit mit der Klasse.

In rund einstündigen Interviews haben sich die Schülerinnen und Schüler anschliessend mit den älteren Menschen getroffen. «Viele der vorbereiteten Fragen haben wir im Interview gar nicht gebraucht», sagen Julia Schmidli und Valeria Honold. Oft hätten sich die richtigen Fragen spontan aus dem Gespräch ergeben. Doch meistens sei es gar nicht nötig gewesen, Fragen zu stellen.

«Unser Interviewpartner hat sehr gerne aus seinem Leben erzählt.»

Eine Wiederholung ist geplant

Damit hat Urs Germann, Präsident des Spitexfördervereins Thurvita, gerechnet. Er sagte in seiner kurzen Eröffnungsrede: «Ältere Menschen erzählen gerne aus ihrem Leben.»Aus dieser Feststellung sei schliesslich die Idee entstanden, Jugendliche einzubinden. Germann ging auf die Kanti Wil zu und fand mit Andrey Albrecht einen Klassenlehrer, der sich für das Projekt begeisterte. Albrecht sagt:

«Ich mag es, den Unterricht aus dem Schulzimmer zu holen und so etwas gestalten zu können.»

Er und Germann zeigen sich zufrieden mit dem Projekt und den Texten. «Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im nächsten Herbst wieder ein ähnliches Projekt durchführen», sagt Germann.

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