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Ein Pöstler, der niemals schläft: Post installiert neuen Automaten vor Filiale am Wiler Bahnhof

Gestern hat die Post einen neuen Automaten vor ihrer Filiale in Betrieb genommen. So ist es möglich, rund um die Uhr Pakete und Briefe zu empfangen und zu versenden. Damit reagiert die Post auf veränderte Bedürfnisse.
Gianni Amstutz
Seit gestern können Pakete beim Automaten vor der Postfiliale am Bahnhof aufgegeben und abgeholt werden. (Bild: Gianni Amstutz)

Seit gestern können Pakete beim Automaten vor der Postfiliale am Bahnhof aufgegeben und abgeholt werden. (Bild: Gianni Amstutz)

Der Paketversand boomt. 130 Millionen Pakete hat die Post alleine im vergangenen Jahr befördert. Dazu beigetragen haben in erster Linie Onlinehändler, bei denen sich die Kunden so ziemlich alles liefern lassen können – und Produkte, die nicht gefallen oder passen, auch wieder zurücksenden. Ärgerlich nur, wenn man zur Annahme des Pakets nicht zuhause ist. Dann bleibt nur der Gang an den Schalter, dessen Öffnungszeiten sich oft nicht mit einer Vollzeitstelle in Einklang bringen lassen. «Immer mehr Menschen kaufen online ein. Zudem sind sie immer seltener zu Hause, wenn der Postbote vorbeikommt», sagt Mirko Gentina, Verantwortlicher regionale Kommunikation Ost bei der Post.

Pakete bleiben bis zu 15 Tagen im Automaten

Der gelbe Riese hat deshalb seine Strategie um ein neues Angebot erweitert. An sogenannten My-Post-24-Automaten können Kunden rund um die Uhr Pakete aufgeben und abholen. Einer der 146 Automaten, welche die Post seit 2013 installiert hat, steht seit gestern in Wil vor der Post. Zuvor war er etwas weiter von der Filiale weg beim Bahnhof platziert. Mit diesem Schritt setzt die Post in Wil die 2017 eingeschlagene Strategie um, wonach die My-Post-24-Automaten in der Nähe von grösseren Filialen aufgebaut werden. Dadurch könnten Nutzer der Automaten von der Unterstützung der Kundenberater profitieren. Dies etwa dann, wenn technisch wenig Beschlagene den Umgang mit den Automaten lernen. Doch Gentina versichert: «Die Handhabung ist sehr einfach, da unsere Kunden nur den Bildschirm berühren und den QR-Code auf der Abholungseinladung scannen müssen.»

Die Sendungen lassen sich direkt am Automaten frankieren. Nach dem Scannen des Codes öffnet sich ein Fach, in dem das Paket deponiert werden kann und von der Post später abgeholt wird. Will man ein Paket abholen, gibt der Kunde die Adresse des gewünschten Automaten sowie die User-ID an. Sobald ein Mitarbeiter der Post die Sendung im Automaten platziert hat, erhält der Empfänger eine Benachrichtigung mit einem QR-Code. Damit lässt sich das entsprechende Fach öffnen. Auch Sendungen, die durch den Postboten nicht zugestellt werden können, landen in einer Box der Automaten, wo sie zwischen 7 und 15 Tagen aufbewahrt werden – mit Möglichkeit auf Verlängerung. Durchschnittlich betrage die Lagerdauer jedoch nur 1,5 Tage, da Pakete sehr rasch abgeholt würden, sagt Mirko Gentina.

Kein Stellenabbau trotz Automatisierung

In der Vergangenheit sei es vereinzelt zu Fehlern gekommen, bei denen ein Paket nicht am Automaten abgeholt werden konnte. Die Ursachen seien in solchen Fällen meist nicht technischer Art, sagt Mirko Gentina. «Oft handelt es sich um Fehlmanipulationen auf Seite der Kunden oder unserer eigenen Boten. Etwa, dass die Einlagerung im Automaten bestätigt wird, obwohl die Sendung aufgrund der Grösse an die Filiale übergeben werden musste.» Medienberichten, gemäss denen die Aufgabe von Paketen an den Automaten teurer ist als am Schalter, widerspricht der Postsprecher. Die Preise am Automaten hingen von der Grösse des Pakets ab – und nicht wie am Schalter von dessen Gewicht. «Daher ist ein sehr grosses aber leichtes Paket im Verhältnis am Automaten zwar tatsächlich teurer, ein sehr kleines, aber schweres Paket jedoch günstiger als in der Filiale.»

Wird es durch die Strategie, auf unbemannte Automaten zu setzen, mittel- bis langfristig zum Stellenabbau kommen? Auch hier verneint Gentina. «Die My-Post-24-Automaten können keine Filiale vollwertig ersetzen, sondern bieten eine Ergänzung für zeitunabhängige Postdienste.»

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