Ein Podium für Musik

Die Podium Coffee Bar in Uzwil bot der Band Bright am Freitagabend eine Bühne. Bright füllte die Bar im Gegenzug mit Gästen und erquickte mit Pop- und Rock-Stücken.

Jonas Lüdi
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Bright geniesst die Atmosphäre und widmet sich gänzlich den Klängen. (Bild: jol.)

Bright geniesst die Atmosphäre und widmet sich gänzlich den Klängen. (Bild: jol.)

UZWIL. Um den Raum für einen solchen Auftritt zu schaffen, öffnete die Podium Bar im hinteren Teil die Glasfassade. Somit tat sich ihr gänzlich neues Gebiet auf. Zur Zeit des Konzertes wird das Treppenhaus kaum mehr benutzt, weshalb sie die Bühne vor der Treppe aufgebaut hatten. Auch einzelne Tische waren an den Seiten angeordnet, wodurch die Band praktischerweise inmitten ihrer Fans spielen durfte. «Es ist das erste Mal, dass wir auf einer Art 3D-Bühne spielen. Sogar hinter uns auf der Treppe hat es noch Zuschauer», meinte Stefan Eberhard, Sänger und Gitarrist der Band. Gemeinsam mit Reto Langenegger, der ihn gesanglich unterstützt und an der E-Gitarre vorzufinden ist, Dani Eberhard am Schlagzeug und Alwin Büchler am Bass spielt er bereits seit elf Jahren in dieser Formation. Während dieser Zeit nahmen sie bereits drei Alben auf. Das letzte Studioalbum «Different Ways» kam im Oktober des letzten Jahres heraus.

Eingängiger Rock

Bright hatte die Instrumente hervorragend mikrophoniert. Das Klangbild in der Bar war für ihre Musik nahezu perfekt. Einzig jene Zuhörer, die sich auf der Treppe hinter der Band angesiedelt hatten, bekamen eine zu pralle Ladung Schlagzeug ab, während die Gitarren etwas untergingen. Die Stimmung war zweifellos sehr gut, wozu auch offensichtlich eingefleischte Fans und Angehörige der Band beitrugen, die sich an den vorderen Tischen eingerichtet hatten. Was die Zuhörer an Musik erreichte, war eingängiger Pop und Rock. Das Klangbild erinnerte an Filmmusik zu einem Road Trip oder an die Musiker selber. In die Texte der Band sind viele Anekdoten und Gedanken aus ihrem Leben eingeflossen, was sich auch im Charakter ihrer Musik niederschlug. Zudem waren die Texte oft mit Sinn geladen und enthielten Metaphern, in denen beispielsweise die Liebe mit einer Schiffsfahrt verglichen wurde.

Die vier Musiker fluteten die Bar während zweier Stunden mit Musik und gaben Stücke von ihren älteren Alben zum Besten. Auch die Titelsongs des aktuellen sowie jenem des zweiten Studioalbums waren auf dem Programm des Abends zu finden. Auf dem Fernseher in der Podium Bar konnten auch die vier bisher entstandenen Videoclips der Band bestaunt werden.

Gegen Schluss traten Patrik und Nathalie Pizzigoni, die Besitzer der Podium Bar, ans Mikrophon, bedankten sich bei allen Anwesenden und machten auf die Kollekte an der Bar aufmerksam.

Weg von Polarisierung

«Die Band hat uns exzellente Musik beschert und soll nun auch mit vollen Taschen nach Hause gehen.» Es sei nicht nötig immer ins polarisierende St. Gallen fahren zu müssen, um gute Musik und Ausgang geniessen zu können. Die Podium Bar würde gerne die Möglichkeit bieten, dass hier gute Acts zu sehen und hören sein werden, weshalb solche Auftritte unterstützt werden. Die Band spielte abschliessend noch einige Stücke und forderte die Gäste auf, noch lange zu bleiben und den Abend gehörig auszukosten.