Ein nasser Ritt auf dem Mofa

20 junge Damen und Herren machten sich auf zur 1. Sternenhof-Mofa-Tour. Von Bichelsee ging es ins Toggenburg und wieder zurück. Zwischendurch war auch Muskelkraft gefragt.

Martin Meile
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Regnerisch: Bei einem Zwischenstop zogen die Mofa-Fahrer die Pelerinen an. (Bild: Laura Koller)

Regnerisch: Bei einem Zwischenstop zogen die Mofa-Fahrer die Pelerinen an. (Bild: Laura Koller)

Bichelsee. Die Mofas erleben eine Renaissance. Es ist ein regelrechter Hype um die bunten motorisierten Fahrräder entstanden. Dieser Trend war es denn auch, den Roland und Markus Koller vom Sternenhof in Bichelsee motivierte, einen Töffli-Event auf die Beine zu stellen. So riefen sie die 1. Sternenhof-Mofa-Tour ins Leben.

Bereits in den frühen Morgenstunden an einem Samstag Ende August versammelten sich ehemalige und aktive Töfflibuben und -mädchen beim Sternenhof. Stolz präsentierten sie ihre Mofas, Pfupfer und Höbelis. Vom originalgetreuen Liebhaberobjekt aus den 60er-Jahren bis zum totalrevidierten und aufgemotzten Puch Maxi war alles vorhanden. Viele der Gefährte waren in sehr gutem Zustand, was zeigt, dass diese von ihren Besitzern liebevoll gepflegt und gewartet werden.

Unerfreuliche Wettervorhersage

Leider hatte sich der Sommer pünktlich auf die Mofa-Tour verabschiedet und die Wettervorhersagen waren alles andere als erfreulich. Trotzdem entschieden sich die rund zwanzig Teilnehmer, die längere der beiden geplanten Routen in Angriff zu nehmen. Während sich die drei Begleitfahrzeuge langsam auf den Weg machten, versammelte sich das Teilnehmerfeld zum Start. Nach erfolgtem Startknall konnte keiner mehr zurückgehalten werden. Da der Anlass eine Tour und kein Rennen war, fuhren die Teilnehmer geschlossen via Dussnang, Mühlrüti und Mosnang in Richtung Toggenburg. Viele Passanten oder entgegenkommende Fahrzeuge fanden Gefallen an den heissen Öfen mit den originell gekleideten Piloten und spendeten Applaus oder drückten auf die Hupe. In Neu Sankt Johann angekommen, legte die motorisierte Reisegruppe einen kurzen Halt ein, damit alle ihre wetterfeste Kleidung anziehen konnten, denn der Blick in Richtung Schwägalp verhiess nicht viel Gutes. Beim Aufstieg wurden die Mofas dann zum erstenmal so richtig beansprucht, und so mancher Pilot musste sich sein Mittagessen mit roher Muskelkraft beim Treten schwer verdienen. Nach und nach trafen die Fahrer auf der Schwägalp ein, wo Markus Koller und die Begleitmannschaft mit Grill und Festbänken schon bereitstanden. Mit der Hoffnung auf besseres Wetter starteten sie dann bald wieder und der Tour-Tross bretterte mit glühenden Auspuffen in Richtung Urnäsch. Tatsächlich zeigte sich bald die Sonne und die Rückfahrt via Herisau, Gossau und Wil konnten die Töfflibuben und -mädchen einigermassen trocken in Angriff nehmen.

Der Originellste ausgezeichnet

Nach 110 Kilometer traf die bunte Truppe mit schmerzenden Hinterteilen und Händen wieder im Sternenhof ein, wo noch der Tagessieger erkoren wurde. Nicht die schnellste Zeit, sondern das originellste Mofa und die ausgefallenste Kleidung waren die Kriterien.