Ein Meer von Seerosen im Weiher

Der Bettenauer Weiher ist ein Paradies für Seerosen. Nirgendwo im Kanton St. Gallen gibt es eine solche Pracht zu bewundern. Während sich die Spaziergänger über die Wasserpflanzen freuen, sind sie für die Fischer ein Ärgernis.

Urs Bänziger
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Weisse Seerosen, soweit das Auge reicht: Ein grosser Teil der Oberfläche im Bettenauer Weiher ist mit der Wasserpflanze überdeckt. (Bild: Christoph Hunziker)

Weisse Seerosen, soweit das Auge reicht: Ein grosser Teil der Oberfläche im Bettenauer Weiher ist mit der Wasserpflanze überdeckt. (Bild: Christoph Hunziker)

OBERUZWIL. In keinem anderen Gewässer im Kanton St. Gallen wachsen so viele Seerosen wie im Bettenauer Weiher. Den Spaziergängern rund um den Weiher bietet sich zurzeit eine einmalige Naturschönheit. Ein grosser Teil der Wasseroberfläche ist überdeckt mit Seerosen. Der Verein Pro Bettenauer Weiher, der sich um die Pflege und den Unterhalt des beliebten Naturschutz- und Naherholungsgebiets kümmert, lässt den Seerosen freien Lauf.

«Früher wurden sie im Herbst abgemäht», erzählt Präsident Edi Huber. Das sei jeweils eine Arbeit für die Lehrlinge der Firma Bühler gewesen. «Heute werden die Seerosen nicht mehr abgemäht. Wir lassen sie im Weiher verrotten.» Obwohl der Verein auf das Abmähen verzichte, sei der Bestand im Bettenauer Weiher stabil. «Wir zählen die Seerosen zwar nicht, aber wenn ich den aktuellen Wuchs mit Fotos von früheren Jahren vergleiche, so kann ich keine Vermehrung feststellen», sagt Huber.

Sind die Seerosen verblüht und ihre Blätter verfault, sinken sie auf den Weihergrund. Wegen der Ablagerungen sei schon darüber diskutiert worden, den Weiher auszubaggern. Das sei einerseits aufwendig und teuer, andererseits nicht unbedingt notwendig, sagt Huber. «Gemäss Fachleuten ist die Verlandung im Weiher trotz des sich ablagernden Humus minim.» Während sich die Spaziergänger über die Pracht der Seerosen freuen, sind sie für die Fischer eine Plage. «Sie ärgern sich darüber, dass sich die Angelschnur in den Wasserpflanzen verheddert», weiss Huber.

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