Ein Markt vom Dorf fürs Dorf

In Degersheim soll ein Wochenmarkt entstehen. Am Dienstagabend lud die vorberatende Projektgruppe zu einer Informationsveranstaltung. Rund 80 Interessierte erschienen: Damit wurden die Erwartungen übertroffen.

Christine Gregorin
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Rund 80 Interessierte folgten der Vorstellung des Grundkonzepts für den Degersheimer Wochenmarkt. (Bild: Christine Gregorin)

Rund 80 Interessierte folgten der Vorstellung des Grundkonzepts für den Degersheimer Wochenmarkt. (Bild: Christine Gregorin)

DEGERSHEIM. «Unser Wochenmarkt soll neben einem möglichst vielfältigen Warenangebot auch verschiedenste Rahmenprogramme umfassen», gab Thomas Scherrer gleich zu Beginn der Veranstaltung in der Aula der Mehrzweckanlage Steinegg die Vision der von ihm geführten Projektgruppe preis. Ergänzend dazu haben Anita Müller und Aurelia Looser – genauso wie Thomas Scherrer aus den Reihen des heimischen Verkehrsvereins – sowie Franziska Jud (Käserei Kreuzstrasse) und Dieter Köppel (Stiftung Säntisblick) gemeinsam mit dem Präsidierenden vorgängig ein vorläufiges Grundkonzept erarbeitet. Das Motto lautet: «Von Degersheimern für Degersheimer». Mit dem Wochenmarkt soll der vor eineinhalb Jahren eingeweihte Dorfplatz belebt werden.

Produkte des täglichen Bedarfs

Um das Ganze auch wirklich zum Laufen zu bringen, brauche es zwischen sechs und acht Stände mit einem fixen Fundament an Frisch- und anderen Produkten für den täglichen Bedarf, zeigte sich Thomas Scherrer überzeugt. Ansonsten seien zahlreiche Auslagenvarianten denkbar: Von Selbstgemachtem über persönliche Spezialitäten bis hin zu saisonalen Bestsellern. «Wir wollen kauffreudige Degersheimer hier im Dorf behalten. Das funktioniert aber nur mit einem umfangreichen Angebot», lautete das Credo der Federführenden. Selbstverständlich soll dieses nach Möglichkeit durch einheimische Anbieter generiert werden. Zudem wären auch Standgemeinschaften willkommen. Gewerbetreibenden würde sich überdies die Gelegenheit bieten, mittels ein- oder mehrmaliger Standaktionen Werbung in eigener Sache zu machen.

Plattform für Vereine und Wirte

Daneben könnte der Wochenmarkt auch als Plattform für Gastwirtschaft und Vereine dienen. Egal ob sportlicher Wettkampf, mitreissendes Kurkonzert oder einfache Mittagsverpflegung: Auch hier scheinen dem Erfindergeist der Protagonisten kaum Grenzen gesetzt. Die vorberatende Projektgruppe hat als Austragungstag den Samstag ausgewählt, jeweils zwischen 9.30 und 13.30 Uhr. Seine Premiere soll der Degersheimer Wochenmarkt Mitte Mai erleben.

Um die Kosten tief zu halten, stellt die Gemeinde die Infrastruktur in der Versuchsphase – sozusagen als Starthilfe – kostenlos zur Verfügung. Während dieser «Probezeit» betragen die Standkosten lediglich zwanzig Franken. Von Mitte Mai bis Anfang Juli und von Mitte August bis Ende September wird der Degersheimer Wochenmarkt rund fünfzehn Mal stattfinden und nach den Herbstferien auf Zusehen fortgesetzt.

Im Wir-Gefühl verbunden

«Nun gilt es, das Projekt Wochenmarkt einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen und letztlich eine Marktkommission zu bilden», erläuterte Thomas Scherrer das weitere Vorgehen. Ein Markt lebe von der Überzeugungskraft der Standbetreiber und Standbetreiberinnen, wusste eine Votantin. Es brauche neben ausgeprägten Kommunikationsfähigkeiten aber auch Zeit, Geduld und viel Herzblut, um am Ende bestehen zu können, ergänzte sie und erntete für diese Aussage den Spontanapplaus der Anwesenden.

«Macht doch bitte mit», appellierte ein anderer Votant und forderte abschliessend die Anwesenden dazu auf, das Wir-Gefühl spielen zu lassen.

Anmeldeschluss für Interessiere ist der 31. März 2014. Auskunft erteilt Thomas Scherrer oder jedes Mitglied der Projektgruppe.

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