Ein Leben von der Musik begleitet

«Gespräch zwischen Generationen» Teil 11: Edgar Hofer wohnt bereits sein ganzes Leben in Wil. Kürzlich setzte sich der ehemalige Schulratspräsident und Stadtrat für den Caritas-Markt ein und beschäftigt sich mit der Zukunft der Therme Vals.

Nicole Brühwiler
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Edgar Hofer wurde 1939 in Wil geboren. Er besuchte hier die Primar- und Sekundarschule, absolvierte danach das Lehrerseminar und liess sich dann zum Sekundarlehrer mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung ausbilden. Seine erste Lehrerstelle führte ihn an die Sekundarschule Oberuzwil. Schon mit 26 Jahren kehrte er, wegen seiner Liebe zur Stadt, wieder nach Wil zurück und unterrichtete von 1965 bis 1976 an der Sekundarschule Sonnenhof. Ab dem Jahr 1977 wählte ihn die Bürgerschaft zum ersten vollamtlichen Schulratspräsidenten der Schulgemeinde Wil. Auf Jahresbeginn 1985 erfolgte die Inkorporation der Schulgemeinde in die Politische Gemeinde Wil, und Edgar Hofer wurde vollamtlicher Stadtrat mit dem Ressort Bildung. Der Übergang der Schulgemeinde in die Politische Gemeinde war für ihn ein sehr positives Ereignis in seinem Leben.

Die Liebe zur Stadt Wil

Seit seiner Jugend bedeutet Wil für ihn Heimat und Geborgenheit. Er hat die nicht immer leichten Aufgaben als Schulratspräsident und als Stadtrat vor allem Wil zuliebe übernommen. «Denn in diesen Funktionen war es mir möglich, mich für die Weiterentwicklung unserer Stadt einzusetzen», sagt er. Auf die Frage, was ihm denn am besten in Wil gefällt, antwortete er: «Die Altstadt, die Obere Bahnhofstrasse, der Hofberg, eigentlich gefällt mir sehr viel in Wil.»

Bereits als Jugendlicher interessierte sich Edgar Hofer für Musik. Seine Eltern ermöglichten ihm deshalb Violinstunden und er durfte bereits als Sekundarschüler bei Orchestermessen mitspielen. Während seiner Tätigkeit als Sekundarlehrer in Wil wirkte er mit Begeisterung im Orchesterverein mit. Später war dies aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr möglich. Seine erste Urnenabstimmung durch die Bürgerschaft im Jahre 1978 beinhaltete die Gründung einer Musikschule für Wil, welche heute rund 1000 Schülerinnen und Schüler zählt. Heute spielt er wieder mit seiner Geige im Orchesterverein Wil mit. Für ihn gilt der Ausspruch von Friedrich Nietzsche: «Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.»

Einsatz für den Caritas-Markt

In den vergangenen zwei Jahren hat sich Edgar Hofer intensiv für die Realisierung eines Caritas-Marktes in Wil eingesetzt. Auf Initiative des Lions Club Wil, dem Edgar Hofer als Mitglied angehört, wurde eine Projektgruppe mit Vertretungen der Katholischen und der Evangelischen Kirchgemeinde Wil, der Stadt Wil und der Caritas gebildet. Am Osterdienstag dieses Jahres wurde der Caritas-Markt an der Bronschhoferstrasse 16a eröffnet. Dort können armutsbetroffene Menschen kostengünstig einkaufen. Edgar Hofer ist nicht nur in Wil tätig, sondern auch in Vals. Ihn beschäftigte dort in den vergangenen Monaten der Machtkampf um den Verkauf der Therme Vals.

«Ich wünsche mir, dass sich alle Bewohner von Wil wohl fühlen und unsere schöne Stadt als Heimat empfinden», sagt Edgar Hofer. Persönlich möchte sich der 73-Jährige in den kommenden Jahren vertieft mit Musik beschäftigen. Zudem möchte er die noch vielen ungelesenen Bücher auf seinem Büchergestell in Ruhe zur Hand nehmen.

Hinzu kommt sein täglicher Marsch über den Hofberg mit dem wundervollen Panoramablick hinunter auf seine geliebte Stadt Wil.

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